Als Chefarzt mit Spitzengehalt reicht das Versorgungswerk allein nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu halten. Eine private Rentenversicherung als ergänzende Altersvorsorge ist für Chefärzte daher besonders relevant.
Das Wichtigste in Kürze
- Private Rentenversicherungen ergänzen das Versorgungswerk und schließen die Rentenlücke
- Fondsgebundene Tarife bieten bei langen Laufzeiten höhere Renditen als klassische Garantieprodukte
- Steuerliche Behandlung: Ertragsanteilsbesteuerung bei Rentenzahlung ist vorteilhaft für Hochverdiener
Private Rentenversicherung in der Phase Chefarzt
Ein Chefarzt mit einem Nettoeinkommen von 8.000 bis 12.000 Euro monatlich braucht im Ruhestand ein vergleichbares Niveau, um seinen Lebensstandard zu halten. Die Versorgungswerk-Rente liefert netto 2.500 bis 4.500 Euro, was einer erheblichen Lücke entspricht. Diese Lücke muss aktiv durch weitere Altersvorsorgeprodukte geschlossen werden.
Eine fondsgebundene Rentenversicherung eignet sich hierfür besonders gut: Bei einer verbleibenden Berufsdauer von 15 bis 20 Jahren und einem monatlichen Beitrag von 1.000 bis 2.000 Euro kann ein erhebliches Rentenguthaben aufgebaut werden. Bei 6 Prozent Rendite und 1.500 Euro monatlich über 20 Jahre ergibt sich ein Kapital von rund 690.000 Euro, das dann als lebenslange Rente ausgezahlt werden kann.
Steuerlich sind private Rentenversicherungen bei Auszahlung als Rente günstig: Nur der sogenannte Ertragsanteil wird besteuert, der für das Rentenalter von 65 Jahren bei 18 Prozent liegt. Das bedeutet, dass ein Chefarzt auf eine monatliche Privatrente von 2.000 Euro effektiv nur auf 360 Euro Steuern zahlt.
Worauf Chefärzte besonders achten sollten
Wählen Sie fondsgebundene Produkte mit niedrigen Kosten und flexibler Fondsauswahl. Ärzteversichert vergleicht Tarife und unterstützt Sie dabei, die optimale Kombination aus Versorgungswerk und privater Rentenversicherung zu finden.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Viele Chefärzte verlassen sich zu sehr auf das Versorgungswerk und vernachlässigen private Ergänzungsvorsorge. Außerdem werden teure, renditegeminderte Produkte aus früheren Jahren nicht in moderne Tarife umgeschichtet.
Fazit
Die private Rentenversicherung ist für Chefärzte ein unverzichtbarer Baustein zur Schließung der erheblichen Rentenlücke. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Altersvorsorge
- BaFin – Versicherungsprodukte
- GDV – Rentenversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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