In der Elternzeit sinkt das Einkommen, was bestehende Rentenversicherungsverträge unter Druck setzt. Wer jetzt die richtigen Entscheidungen trifft, vermeidet unnötige Kosten und erhält die Altersvorsorge aufrecht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Private Rentenversicherungsverträge können in der Elternzeit beitragsfrei gestellt oder in der Beitragshöhe reduziert werden
  • Manche Verträge bieten eine Elternzeitklausel, die automatisch die Beiträge für die Dauer der Elternzeit aussetzt
  • Eine vollständige Kündigung sollte vermieden werden, da Abschlusskosten bereits bezahlt wurden und nicht erstattet werden

Private Rentenversicherung in der Phase Elternzeit

Wer als Arzt eine private Rentenversicherung abgeschlossen hat und in Elternzeit geht, steht vor der Frage, wie mit dem Vertrag während der Einkommensphase umzugehen ist. Die Antwort hängt von der Art des Vertrags und den darin enthaltenen Klauseln ab.

Viele Rentenversicherungsverträge erlauben eine Beitragsfreistellung für einen definierten Zeitraum, in dem die Beiträge ausgesetzt werden, die Versicherungsleistung aber entsprechend reduziert wird. Dies ist oft die beste Lösung in der Elternzeit, da keine laufenden Kosten entstehen, der Vertrag aber weitergeführt wird. Alternativ können die Beiträge häufig auf ein Minimum reduziert werden, zum Beispiel auf 50 oder 100 Euro monatlich.

Eine Kündigung des Vertrags sollte vermieden werden, da die in den ersten Jahren gezahlten Abschlusskosten verloren gehen. Bei einem Rentenvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren, der nach zwei Jahren gekündigt wird, besteht in der Regel ein erheblicher Verlust, weil die Abschlusskosten auf die ersten Jahre konzentriert sind.

Worauf Ärzte in Elternzeit besonders achten sollten

Bestehende Rentenversicherungsverträge sollten vor Beginn der Elternzeit auf ihre Flexibilitätsoptionen geprüft werden. Manche Verträge bieten eine Beitragsfreistellung nur für eine begrenzte Anzahl von Monaten an. Ärzteversichert analysiert bestehende Verträge und hilft dabei, die beste Lösung für die Elternzeit zu finden.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist die voreilige Kündigung eines Vertrags in der Elternzeit, um kurzfristig Liquidität zu gewinnen. Langfristig ist dies fast immer nachteilig. Auch die Nicht-Nutzung vorhandener Flexibilitätsklauseln ist ein verbreitetes Versäumnis.

Fazit

Mit der richtigen Strategie lässt sich die private Rentenversicherung problemlos durch die Elternzeit führen, ohne unnötige Verluste zu erleiden. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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