Auf Oberarzt-Ebene mit gestiegenem Einkommen stellt sich die Frage, ob eine private Rentenversicherung neben dem Versorgungswerk sinnvoll ist und welche Produkte wirklich attraktiv sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine private Rentenversicherung kann die Versorgungswerk-Rente ergänzen und die Rentenlücke schließen
- Fondsgebundene Rentenversicherungen bieten höhere Renditechancen als klassische Produkte
- Die Kosten privater Rentenversicherungen variieren stark und müssen sorgfältig verglichen werden
Private Rentenversicherung in der Phase Oberarzt
Das Versorgungswerk bildet die Hauptsäule der ärztlichen Altersvorsorge. Wenn die projizierte Versorgungswerk-Rente jedoch nicht ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard zu halten, kommt die private Rentenversicherung als Ergänzungsinstrument in Betracht.
Für Oberärzte mit einem Jahresbruttoeinkommen von 90.000 bis 120.000 Euro und einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent ist steuerlich begünstigte Altersvorsorge besonders attraktiv. Die Rürup-Rente (Basisrente) ist in dieser Situation oft günstiger als eine klassische private Rentenversicherung, da die Beiträge vollständig steuerlich abzugsfähig sind. Eine klassische private Rentenversicherung hingegen bietet Steuervorteile erst in der Auszahlungsphase.
Fondsgebundene Rentenversicherungen bieten die Möglichkeit, langfristig in Aktien zu investieren und dabei die steuerliche Behandlung einer Rentenversicherung zu nutzen. Bei langen Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren gleichen sich Kursschwankungen aus, und die Rendite liegt statistisch über der klassischer Rentenversicherungen. Entscheidend sind hier die Kosten: Eine Verwaltungsgebühr von mehr als 1 Prozent jährlich schmälert die Rendite erheblich.
Worauf Oberärzte besonders achten sollten
Wer eine private Rentenversicherung in Betracht zieht, sollte zunächst prüfen, ob eine Rürup-Rente steuerlich nicht attraktiver wäre. Ärzteversichert vergleicht beide Optionen transparent und findet die beste Lösung für die individuelle Steuer- und Einkommenssituation des Oberarztes.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein häufiger Fehler ist der Abschluss einer teuren klassischen Rentenversicherung mit garantierter Verzinsung, wenn eine kostengünstigere fondsgebundene Lösung langfristig mehr Rendite bietet. Auch werden die Gesamtkosten eines Versicherungsvertrags über die Laufzeit zu selten transparent gemacht.
Fazit
Die private Rentenversicherung kann auf Oberarzt-Ebene eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn Kosten und Renditeerwartungen realistisch bewertet werden. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Private Rentenversicherung
- Bundesministerium der Finanzen – Altersvorsorge Steuern
- BaFin – Versicherungsprodukte
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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