Wer nach einer beruflichen Pause in die ärztliche Tätigkeit zurückkehrt, hat möglicherweise Lücken in der Altersvorsorge. Die private Rentenversicherung kann diese Lücken gezielt schließen, wenn sie richtig eingesetzt wird.
Das Wichtigste in Kürze
- Versorgungswerks-Anwartschaften aus der Zeit vor der Pause bleiben in der Regel erhalten
- Wer in der Pause keine Beiträge gezahlt hat, hat entsprechend weniger Rentenanwartschaft aufgebaut
- Eine private Rentenversicherung kann fehlende Jahre nicht vollständig kompensieren, aber gezielt ergänzen
Private Rentenversicherung in der Phase Wiedereinstieg
Nach dem Wiedereinstieg ist die erste Aufgabe eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie viel Rentenanwartschaft ist im Versorgungswerk vorhanden? Wie viele Jahre fehlen bis zur Regelaltersgrenze? Wie groß ist die Lücke zwischen der erwarteten Versorgungswerksrente und dem gewünschten Ruhestandseinkommen?
Für viele Wiedereinsteiger sind es drei bis zehn Jahre Pause, in denen keine oder geringe Beiträge ins Versorgungswerk geflossen sind. Jedes fehlende Beitragsjahr reduziert die spätere Rente um einige hundert Euro monatlich. Eine private Rentenversicherung als fondsgebundener Vertrag oder als klassischer Rentenvertrag kann diese Lücke teilweise schließen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer privaten Rentenversicherung und einer Rürup-Rente. Die Rürup-Rente bietet Steuervorteile, ist aber bis zur Rente gebunden und nicht kapitalisierbar. Eine klassische private Rentenversicherung ist flexibler, bietet aber keine steuerliche Förderung. Für Wiedereinsteiger mit mittlerem Einkommen und relativ kurzem verbleibenden Anlagehorizont von 15 bis 25 Jahren bis zur Rente sind ETF-basierte Lösungen oft günstiger als klassische Versicherungsprodukte.
Worauf Ärzte beim Wiedereinstieg besonders achten sollten
Im Wiedereinstieg ist es wichtig, die Rentenlücke nicht zu unterschätzen. Eine Rentenlückenanalyse, die Versorgungswerksrente, gesetzliche Rente und private Ersparnisse zusammenführt, zeigt realistisch, wie viel zusätzlich gespart werden muss. Ärzteversichert bietet eine solche Analyse als kostenlosen Einstieg an und hilft dabei, das passende Produkt zu finden.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein häufiger Fehler ist das Abschließen einer privaten Rentenversicherung mit zu hoher Garantiekomponente. Klassische Rentenversicherungen mit Garantieverzinsung liefern in der aktuellen Niedrigzinsphase oft schlechtere Ergebnisse als kostengünstige ETF-Depots oder fondsgebundene Policen.
Ebenfalls problematisch ist das Weiterlaufen-Lassen alter Verträge aus der Zeit vor der Pause, ohne diese auf Aktualität zu prüfen. Viele alte Policen haben hohe Kosten und passen nicht mehr zur aktuellen Lebens- und Einkommenssituation.
Fazit
Der Wiedereinstieg ist ein guter Zeitpunkt, die Altersvorsorge komplett neu zu strukturieren und gezielt in die Rentenlücke zu investieren. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Private Rentenversicherung im Überblick
- Bundesfinanzministerium – Altersvorsorge und Steuer
- BaFin – Verbraucherinformationen Rentenversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →