Als Assistenzarzt arbeiten Sie unter erheblichem Druck und in komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen. Eine Rechtsschutzversicherung schützt Sie vor den Kosten eines Rechtsstreits, sei es im Berufsrecht, Arbeitsrecht oder im privaten Bereich.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten in Streitfällen
- Assistenzärzte sind besonders von Arbeitsrechtsstreitigkeiten und berufsrechtlichen Verfahren betroffen
- Jahresprämien liegen je nach Umfang zwischen 200 und 600 Euro
Rechtsschutzversicherung in der Phase Assistenzarzt
Assistenzärzte befinden sich in einer Abhängigkeit vom Arbeitgeber und der Weiterbildungsbefugnis des Chefarztes. Streitigkeiten über Arbeitszeiten, Überstundenvergütung, Kündigung oder die Weiterbildungsqualität sind nicht selten. Ohne Rechtsschutzversicherung können Anwaltskosten schnell 3.000 bis 10.000 Euro übersteigen, was für einen Assistenzarzt erheblich ist.
Ein umfassender Rechtsschutz für Assistenzärzte sollte mindestens Arbeitsrechtsschutz und privaten Vertrags- und Sachenrechtsschutz umfassen. Wer zur Miete wohnt, profitiert zusätzlich von einem Mietrechtsschutz. Berufsrechtliche Verfahren vor der Ärztekammer sind dagegen häufig nicht in Standardpolicen enthalten und müssen gezielt nachgefragt werden.
Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sollte möglichst früh erfolgen, da viele Policen eine Wartezeit von drei bis sechs Monaten haben, bevor sie für neue Streitigkeiten einspringen. Wer erst beim ersten Konflikt eine Versicherung abschließen will, steht ohne Schutz da.
Worauf Assistenzärzte besonders achten sollten
Neben dem Berufsrechtsschutz sollte die Police auch den privaten Bereich abdecken, da Assistenzärzte oft umziehen und neue Mietverhältnisse eingehen. Ärzteversichert vergleicht Rechtsschutzangebote und findet Policen, die speziell auf die Bedürfnisse von Ärzten in der Weiterbildung zugeschnitten sind.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein verbreiteter Fehler ist der Abschluss einer sehr günstigen Basispolice, die ausgerechnet die für Ärzte relevanten Bereiche wie Arbeitsrechts- oder Berufsrechtsschutz nicht enthält. Auch wird die Wartezeit häufig übersehen.
Fazit
Eine Rechtsschutzversicherung ist für Assistenzärzte mit überschaubarem Budget eine sehr gut investierte Prämie, die im Streitfall erhebliche Kosten erspart. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesärztekammer – Berufsrecht
- BMAS – Arbeitsrecht
- GDV – Rechtsschutzversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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