In der Elternzeit entstehen neue Rechtsfragen, die vor der Elternzeit selten aufgetreten sind. Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber über Elternzeitzusagen, Fragen zum Mietrecht bei einem Umzug oder familienrechtliche Angelegenheiten können eine Rechtsschutzversicherung notwendig machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Rechtsschutzversicherung sollte Arbeitsrecht, Privatrecht und Familienrecht umfassen
  • Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber über die Elternzeit oder die Rückkehr in Teilzeit sind in der Elternzeit häufig
  • Die Wartezeit bei neuen Rechtsschutzverträgen beträgt in der Regel drei Monate, weshalb ein Abschluss vor Beginn der Elternzeit sinnvoll ist

Rechtsschutzversicherung in der Phase Elternzeit

Die Elternzeit wirft in der Praxis immer wieder rechtliche Fragen auf. Beispiele aus dem Arbeitsrecht: Der Arbeitgeber genehmigt die gewünschte Elternzeitdauer nicht, weil betriebliche Gründe geltend gemacht werden. Der Rückkehranspruch nach der Elternzeit wird nicht in der gewünschten Stelle oder im gewünschten Umfang umgesetzt. Eine Kündigung während der Elternzeit, die gesetzlich verboten ist, wird trotzdem ausgesprochen.

Für all diese Situationen ist ein Arbeitsrechtsschutz notwendig. Arbeitsklagen kosten schnell 3.000 bis 10.000 Euro an Anwalts- und Gerichtskosten, selbst wenn man im Recht ist. Eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsmodul übernimmt diese Kosten in der Regel vollständig.

Darüber hinaus kann in der Elternzeit ein Wohnungswechsel stattfinden, der mietrechtliche Fragen aufwirft. Oder familienrechtliche Angelegenheiten rund um Unterhalt und Sorgerecht bei unverheirateten Paaren entstehen. Eine umfassende Privatrechtsschutzversicherung deckt all diese Bereiche ab. Die Jahresprämie liegt je nach Leistungsumfang bei 200 bis 500 Euro.

Worauf Ärzte in der Elternzeit besonders achten sollten

Wer keine Rechtsschutzversicherung hat und in der Elternzeit eine rechtliche Auseinandersetzung absieht, sollte sofort eine Police abschließen, dabei aber die dreimonatige Wartezeit beachten. Ärzteversichert prüft bestehende Rechtsschutzpolicen auf ihre Eignung für die Elternzeit und weist auf eventuelle Lücken hin.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Fehlen eines Arbeitsrechtsschutzes. Viele Basisverträge enthalten keinen Arbeitsrechtsschutz, obwohl dieser in der Elternzeit am wahrscheinlichsten benötigt wird.

Ebenfalls problematisch: das Abschließen einer Rechtsschutzversicherung, wenn der Streitfall bereits bekannt ist. Versicherungsunternehmen lehnen dann die Kostenübernahme für diesen spezifischen Fall ab, da er nicht innerhalb der Wartezeit eingetreten ist.

Fazit

Eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsmodul ist in der Elternzeit besonders wertvoll und sollte vor Beginn der Elternzeit abgeschlossen sein. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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