Bei der Praxisabgabe und im Ruhestand entstehen neue rechtliche Risiken, die eine angepasste Rechtsschutzversicherung erfordern. Streitigkeiten mit dem Praxiskäufer, Haftungsansprüche aus vergangener Tätigkeit oder Erbrechtsauseinandersetzungen sind in dieser Phase häufig. Wer gut versichert ist, kann rechtliche Auseinandersetzungen ohne finanzielle Angst führen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rechtsschutz sollte nach Praxisabgabe auf Privatrechtsschutz umgestellt werden
  • Nachhaftungsrisiken aus der Praxiszeit benötigen weiterhin Berufshaftpflicht
  • Familienrechtsstreitigkeiten und Erbrecht häufig in dieser Lebensphase

Rechtsschutzversicherung in der Phase Praxisabgabe und Ruhestand

Mit der Praxisabgabe ändert sich der Rechtsschutz-Bedarf grundlegend. Der gewerbliche Rechtsschutz, der Vertragsarztrecht und arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen mit Mitarbeitern abdeckte, wird obsolet. Stattdessen treten private Streitigkeiten, Nachbarschaftsrecht, Erbrecht und ggf. Auseinandersetzungen mit dem Praxiskäufer in den Vordergrund.

Eine Rechtsschutzversicherung für Privatpersonen im Ruhestand umfasst typischerweise Vertrags- und Sachenrecht, Strafrechtsschutz, Arbeitsrechtsschutz (falls noch Nebentätigkeiten ausgeübt werden) und Verkehrsrechtsschutz. Die Kosten liegen für ein Ehepaar bei ca. 200 bis 400 Euro jährlich.

Wichtig ist die Nahtlosigkeit beim Übergang vom Berufs- auf den Privatrechtsschutz. Kein doppelter Beitrag, aber auch keine zeitliche Lücke. Auseinandersetzungen mit dem Praxiskäufer, etwa über Gewährleistungsansprüche oder Rückabwicklung, können noch Jahre nach der Abgabe auftreten und sollten durch eine rückwirkende Deckungsklausel erfasst sein.

Worauf Ärzte bei der Praxisabgabe und im Ruhestand besonders achten sollten

Ärzte sollten bei der Praxisabgabe den Rechtsschutz nahtlos und ohne Lücke auf die neue Lebenssituation umstellen. Ärzteversichert koordiniert den Übergang und stellt sicher, dass sowohl Nachhaftungsrisiken als auch neue private Risiken korrekt abgedeckt sind.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Typische Fehler sind das Versäumen der Deckungsanpassung nach der Praxisabgabe, was zu Lücken bei privaten Streitigkeiten führt, sowie das vorzeitige Kündigen der Berufshaftpflicht, bevor alle Nachhaftungsfristen abgelaufen sind.

Fazit

Eine angepasste Rechtsschutzversicherung im Ruhestand schützt vor unerwarteten Anwalts- und Prozesskosten. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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