Nach einer beruflichen Unterbrechung entstehen beim Wiedereinstieg neue rechtliche Risiken: Arbeitsrecht, Berufsrecht und mögliche Streitigkeiten mit dem neuen Arbeitgeber oder ehemaligen Patienten. Eine Rechtsschutzversicherung schützt davor, rechtliche Ansprüche allein wegen der Kosten nicht durchsetzen zu können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Arbeitsrechtsstreitigkeiten entstehen besonders häufig beim Stellenwechsel und Wiedereinstieg
  • Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten, nicht jedoch Schadensersatzleistungen
  • Die übliche Wartezeit von drei Monaten muss vor dem Versicherungsfall erfüllt sein

Rechtsschutzversicherung in der Phase Wiedereinstieg

Der Wiedereinstieg ist eine rechtlich sensible Phase: Wer einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibt, hat Verhandlungsspielraum, aber auch Risiken. Wer von seinem Arbeitgeber nach einem Konflikt nicht vertragsgemäß behandelt wird, zum Beispiel bei Eingruppierungsfragen oder Versetzungen, braucht rechtliche Unterstützung. Ohne Rechtsschutzversicherung kostet eine anwaltliche Beratung 200 bis 400 Euro pro Stunde, ein Arbeitsgerichtsprozess 2.000 bis 10.000 Euro je nach Streitwert.

Eine gute Rechtsschutzversicherung für Ärzte deckt Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Berufsrecht und Privatrecht ab. Der Jahresbeitrag liegt je nach Deckungsumfang bei 200 bis 600 Euro. Besonders wichtig ist die Klausel für Arbeitsrechtsschutz, da dieser die häufigste Leistungsart ist.

Wer sich beim Wiedereinstieg in einer eigenen Praxis niederlässt oder an einem MVZ beteiligt, braucht zusätzlich einen gewerblichen Rechtsschutz, der Streitigkeiten mit Lieferanten, dem Vermieter oder der KV abdeckt. Dieser kostet bei Arztpraxen je nach Umsatz und Deckung 400 bis 900 Euro jährlich.

Worauf Wiedereinsteiger besonders achten sollten

Die Wartezeit von drei Monaten, die die meisten Rechtsschutzversicherungen bei Neuabschluss vorschreiben, macht es notwendig, die Versicherung vor dem Stellenantritt abzuschließen. Wer erst nach einem Konflikt eine Police sucht, ist für diesen Fall nicht gedeckt. Ärzteversichert hilft beim Vergleich und findet die passende Kombination aus privaten und beruflichen Rechtsschutzbausteinen.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Abschließen eines Rechtsschutzpakets ohne Arbeitsrechtskomponente. Gerade diese ist beim Wiedereinstieg die relevanteste Leistungsart.

Ebenfalls problematisch: das Fehlen einer Selbstbeteiligung im Vertrag. Wer keine Selbstbeteiligung hat, zahlt eine höhere Prämie, obwohl viele kleine Streitigkeiten gar nicht gemeldet werden.

Fazit

Eine Rechtsschutzversicherung ist beim Wiedereinstieg eine kluge Investition in die rechtliche Absicherung. Wer sie hat, kann Konflikte ohne Kostendruck angehen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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