Chefärzte erzielen während ihrer aktiven Berufstätigkeit Spitzengehälter von 200.000 Euro und mehr. Im Ruhestand stehen dem meist deutlich geringere Versorgungswerk-Leistungen gegenüber, was zu einer erheblichen Rentenlücke führt, die frühzeitig erkannt und aktiv geschlossen werden muss.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Versorgungswerk zahlt Chefärzten bei maximaler Beitragszahlung typischerweise 4.000 bis 7.000 Euro monatlich
  • Die tatsächliche Rentenlücke kann bei gewohntem Lebensstandard 5.000 bis 10.000 Euro monatlich betragen
  • Kapitalanlagen, Immobilien und private Rentenversicherungen sind die wichtigsten Ergänzungsinstrumente

Rentenlücke berechnen in der Phase Chefarzt

Die Rentenlücke ergibt sich aus der Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen und den erwarteten Renteneinkünften. Ein Chefarzt, der 280.000 Euro brutto verdient und nach Steuern rund 150.000 Euro netto behält, könnte seine gewohnten Ausgaben von monatlich 10.000 bis 12.000 Euro kaum aus Versorgungswerk-Leistungen allein finanzieren.

Das ärztliche Versorgungswerk berechnet die Rente auf Basis der eingezahlten Beiträge. Chefärzte zahlen häufig den Höchstbeitrag, der 2025 je nach Bundesland zwischen 1.200 und 1.800 Euro monatlich beträgt. Daraus ergibt sich ein Rentenanspruch von rund 4.000 bis 7.000 Euro monatlich brutto nach vollständiger Beitragszahlung über 35 bis 40 Jahre. Dieser Betrag unterliegt im Rentenalter der vollen Einkommensteuer.

Zur Berechnung der persönlichen Rentenlücke addieren Sie alle Erwartungsrenten (Versorgungswerk, private Rentenversicherungen, gesetzliche Rentenansprüche aus früheren Zeiten) und vergleichen diese mit Ihrem gewünschten monatlichen Nettobedarf im Ruhestand. Die Differenz ist Ihre Rentenlücke. Typischerweise beträgt sie bei Chefärzten 2.000 bis 6.000 Euro monatlich.

Worauf Chefärzte besonders achten sollten

Erstellen Sie spätestens ab dem 50. Lebensjahr eine vollständige Ruhestandsplanung. Ärzteversichert hilft Ihnen dabei, alle Einkommensquellen im Rentenalter zu ermitteln und geeignete Produkte zur Schließung der Lücke auszuwählen, vom ETF-Sparplan über die Rürup-Rente bis hin zur vermieteten Immobilie.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Viele Chefärzte unterschätzen die Steuerbelastung im Rentenalter und rechnen zu optimistisch mit Bruttorenten. Zudem wird der Kaufkraftverlust durch Inflation über 20 bis 30 Rentenjahre häufig nicht einkalkuliert.

Fazit

Wer als Chefarzt früh rechnet und handelt, kann die Rentenlücke komfortabel schließen und seinen Lebensstandard im Ruhestand halten. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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