Als Assistenzarzt ist man jung, relativ gesund und hat in der Regel noch kein großes Vermögen aufgebaut. Gleichzeitig beginnt in dieser Phase oft die Familiengründung, und das macht eine Risikolebensversicherung zu einem der wichtigsten und günstigsten Bausteine der Absicherung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Risikolebensversicherungen sind für Assistenzärzte besonders günstig, da das Alter zwischen 25 und 35 Jahren mit sehr niedrigen Sterblichkeitsrisiken verbunden ist
  • Eine Versicherungssumme von mindestens dem dreifachen Jahresbruttoeinkommen ist bei Familien mit Kindern oder Hypotheken empfehlenswert
  • Der Abschluss sollte vor geplanten Gesundheitsereignissen erfolgen, da Vorerkrankungen die Prämie dauerhaft erhöhen

Risikolebensversicherung in der Phase als Assistenzarzt

Das typische Bruttoeinkommen eines Assistenzarztes im dritten Weiterbildungsjahr liegt laut Marburger Bund-Tarifvertrag 2024 bei rund 65.000 Euro jährlich. Wer einen Partner oder Kinder hat und sich in einem Karrierestadium befindet, in dem der eigene Tod zu erheblichen finanziellen Engpässen für die Familie führen würde, benötigt eine ausreichend hohe Risikolebensversicherung. Eine Deckungssumme von 300.000 Euro für eine zwanzigjährige Laufzeit kostet für einen gesunden 30-jährigen Nichtraucher je nach Anbieter zwischen 12 und 20 Euro monatlich.

Besonders relevant wird die Risikolebensversicherung, wenn gemeinsame Immobilien finanziert werden. Banken verlangen bei Immobilienkrediten häufig den Nachweis einer entsprechenden Todesfallabsicherung. Ohne eigene Police muss der Kreditnehmer oft eine teure bankgebundene Versicherung abschließen, die teurer und weniger flexibel ist als ein selbst gewählter Vertrag.

Worauf Assistenzärzte besonders achten sollten

Der günstigste Zeitpunkt für den Abschluss ist jetzt, denn mit jedem weiteren Jahr steigt die Prämie und erhöht sich das Risiko, durch Vorerkrankungen schlechter eingestuft zu werden. Ärzteversichert rät Assistenzärzten, den Abschluss nicht auf die lange Bank zu schieben und dabei auf eine ausreichende Laufzeit zu achten, die mindestens bis zur Rente oder bis zum Abbau der Schulden reicht.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Häufig wählen Assistenzärzte eine zu niedrige Versicherungssumme, weil sie das aktuelle Einkommen als Maßstab nehmen, nicht das zukünftige Facharztgehalt. Dabei sollte die Risikolebensversicherung das potenzielle Lebenszeiteinkommen absichern. Ein weiterer Fehler ist das Vergessen der Dynamikanpassungsklausel: Ohne automatische Erhöhungsoptionen verliert die Police mit steigendem Einkommen an Schutzwirkung.

Fazit

Für Assistenzärzte, die Familien gründen oder Immobilien finanzieren, ist eine Risikolebensversicherung mit geringem Aufwand und kleinem Beitrag die sicherste Absicherung für die eigene Familie. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →