Die Elternzeit verändert die finanzielle Situation einer Familie grundlegend: Ein Elternteil reduziert oder pausiert sein Einkommen, und gleichzeitig steigt der finanzielle Schutzbedarf durch das Kind. Eine Risikolebensversicherung ist in dieser Phase besonders wichtig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Geburt eines Kindes steigt der Absicherungsbedarf für den Todesfall erheblich
  • Eine Risikolebensversicherung ist in der Elternzeit günstig abzuschließen, solange keine schwangerschaftsbedingten Erkrankungen vorliegen
  • Beiträge bleiben während Elternzeit mit reduziertem Einkommen konstant und müssen eingeplant werden

Risikolebensversicherung in der Phase Elternzeit

Mit der Geburt eines Kindes und dem Eintritt in die Elternzeit verändert sich die finanzielle Verantwortung fundamental. Vor der Elternzeit waren zwei Einkommen vorhanden, nun fällt ein Großteil davon weg: Das Elterngeld beträgt maximal 1.800 Euro monatlich und ersetzt damit nur einen Bruchteil des üblichen Arztgehalts von 5.000 bis 8.000 Euro netto. Gleichzeitig sind Hypothekenraten, Versicherungsbeiträge und nun auch Kinderkosten zu tragen.

Eine Risikolebensversicherung sichert den überlebenden Partner und das Kind ab, wenn einer der Verdiener stirbt. Eine sinnvolle Absicherungssumme orientiert sich an der Faustregel: drei bis fünf Jahresgehälter des Verstorbenen. Bei einem Arztgehalt von 80.000 Euro netto jährlich sollte die Versicherungssumme also 240.000 bis 400.000 Euro betragen.

Für Ärzte in der Elternzeit gelten gesundheitliche Besonderheiten: Schwangerschaft und Geburt sind keine Erkrankungen, jedoch können Komplikationen wie Gestationsdiabetes, Präeklampsie oder ein Kaiserschnitt zu Risikozuschlägen führen. Am günstigsten ist der Abschluss vor oder direkt nach der Schwangerschaft, wenn keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen.

Die monatlichen Beiträge für eine Risikolebensversicherung über 300.000 Euro Laufzeit 20 Jahre liegen für einen gesunden Arzt mit 35 Jahren bei etwa 20 bis 40 Euro monatlich, abhängig von Geschlecht und Nichtraucherstatus. Dieser Betrag ist auch während des reduzierten Elterngeld-Einkommens tragbar und sollte im Budget eingeplant werden.

Worauf Ärzte in der Elternzeit besonders achten sollten

Prüfen Sie, ob bereits eine Risikolebensversicherung besteht und ob die Versicherungssumme noch zur veränderten Familiensituation passt. Eine Nachversicherungsoption bei bestehenden Verträgen erlaubt in vielen Tarifen eine Erhöhung ohne erneute Gesundheitsprüfung bei Geburt eines Kindes. Ärzteversichert prüft Ihre bestehende Absicherung und empfiehlt gegebenenfalls eine Anpassung oder einen Neuabschluss.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein klassischer Fehler ist, den Abschluss der Risikolebensversicherung auf die Zeit nach der Elternzeit zu verschieben, obwohl genau jetzt der Bedarf am höchsten ist. Ein weiterer Fehler ist die Unterbewertung des Absicherungsbedarfs: Viele Paare versichern nur den Hauptverdiener, vergessen aber, dass auch der Ausfall des zuhause bleibenden Elternteils erhebliche Kosten für Kinderbetreuung und Haushalt verursachen würde.

Fazit

Die Elternzeit ist der richtige Zeitpunkt, die Risikolebensversicherung zu prüfen und an die neue Familiensituation anzupassen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →