Als etablierter Praxisinhaber hat man oft erhebliche finanzielle Verpflichtungen: Praxiskredit, Hypothek, Familie. Eine Risikolebensversicherung bleibt deshalb auch in dieser Phase relevant, auch wenn sich der Bedarf gegenüber dem Niederlassungsstart verändert hat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deckungssumme sollte regelmäßig an den tatsächlichen Absicherungsbedarf angepasst werden
  • Mit zunehmendem Alter steigen die Prämien stark, während offene Verbindlichkeiten oft sinken
  • Wer noch einen laufenden Praxiskredit oder Immobilienkredit hat, sollte mindestens die Restschuld absichern

Risikolebensversicherung in der Phase etablierter Praxisinhaber

Ein etablierter Praxisinhaber mit einer Restschuld von 300.000 Euro aus dem Praxiskredit und einer Hypothek von 200.000 Euro hat einen konkreten Absicherungsbedarf von 500.000 Euro. Hinzu kommt der Einkommensausfall für die Familie: Bei zwei schulpflichtigen Kindern und einem Partner ohne eigenes Einkommen sollte die Deckungssumme eher 700.000 bis 900.000 Euro betragen.

Die Prämie für eine solche Police liegt bei einem 50-jährigen, nicht rauchenden Arzt bei etwa 100 bis 200 Euro monatlich, je nach Laufzeit und Gesundheitszustand. Wer eine Police mit 45 abgeschlossen hat, zahlt deutlich weniger als jemand, der sie erst mit 55 neu abschließt. Aus diesem Grund lohnt es sich, bestehende Verträge auf Anpassungsmöglichkeiten zu prüfen, bevor man sie kündigt und neu abschließt.

Wenn der Praxiskredit in 10 Jahren abbezahlt ist und die Kinder erwachsen sind, kann die Deckungssumme schrittweise reduziert werden. Eine annuitätisch sinkende Risikolebensversicherung bildet diesen Verlauf kostengünstig ab.

Worauf etablierte Praxisinhaber besonders achten sollten

Bei jeder größeren finanziellen Veränderung, zum Beispiel einem neuen Immobilienkauf oder der Aufnahme eines Gesellschafters in die Praxis, sollte die Risikolebensversicherung überprüft und ggf. ergänzt werden. Ärzteversichert analysiert den tatsächlichen Absicherungsbedarf und zeigt auf, wo bestehende Policen angepasst oder ergänzt werden sollten, um Lücken zu vermeiden.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Festhalten an einer Police mit zu niedriger Deckungssumme aus dem Niederlassungsstart, obwohl die Verbindlichkeiten inzwischen gestiegen sind. Wer eine Praxis erweitert oder eine Immobilie kauft, hat einen höheren Bedarf als vor zehn Jahren.

Ebenfalls problematisch: das Kündigen einer alten Police ohne Prüfung der Neuabschlusskonditionen. Wer Vorerkrankungen hat, zahlt beim Neuabschluss deutlich mehr oder wird gar nicht versichert.

Fazit

Eine Risikolebensversicherung ist für den etablierten Praxisinhaber ein dynamisches Instrument, das regelmäßige Überprüfung braucht. Wer aktiv steuert, schützt seine Familie und seine Praxis effizient. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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