Mit dem Facharzttitel steigt das Einkommen, und häufig wachsen damit auch die finanziellen Verpflichtungen: Immobilienkredite, Familiengründung oder die Finanzierung eines Partners während der Elternzeit. Eine Risikolebensversicherung schützt die Hinterbliebenen, wenn der Hauptverdiener vorzeitig stirbt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Risikolebensversicherung zahlt die vereinbarte Summe bei Tod des Versicherten aus
  • Für Fachärzte mit Familie und Immobilienkredit ist eine Deckungssumme von mindestens 300.000 bis 500.000 Euro sinnvoll
  • Beiträge sind gering und im jungen Alter besonders günstig

Risikolebensversicherung in der Phase Facharzt

Eine Risikolebensversicherung ist die günstigste Form der Hinterbliebenensicherung. Sie zahlt eine vertraglich vereinbarte Summe aus, wenn der Versicherte während der Laufzeit stirbt. Anders als kapitalbildende Lebensversicherungen hat sie keinen Sparanteil und ist deshalb deutlich günstiger. Für einen 35-jährigen Facharzt ohne gesundheitliche Vorerkrankungen kostet eine Risikolebensversicherung über 500.000 Euro und 20 Jahre Laufzeit typischerweise zwischen 15 und 30 Euro monatlich.

Der Bedarf nach einer Risikolebensversicherung entsteht konkret in folgenden Situationen: Erstens bei einem laufenden Immobilienkredit. Der Tod des Hauptverdieners kann zur Zwangsversteigerung der Immobilie führen, wenn die Hinterbliebenen die Raten nicht mehr bedienen können. Zweitens bei einer Familie mit Kindern oder einem nicht berufstätigen Partner. Drittens bei Gesellschaftsverträgen in einer Gemeinschaftspraxis oder einem MVZ, wo der Tod eines Partners zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Verbleibenden führen kann.

Die Versicherungssumme sollte mindestens das Dreifache des Jahresnettoeinkommens betragen, also bei 60.000 Euro Netto mindestens 180.000 Euro, besser 300.000 bis 500.000 Euro.

Worauf Fachärzte besonders achten sollten

Das Bezugsrecht der Risikolebensversicherung ist ein oft vernachlässigter Aspekt. Wer keine Bezugsberechtigten eingetragen hat, fällt die Leistung in den Nachlass und unterliegt der Erbschaftsteuer. Eine direkte Benennung des Partners oder der Kinder als Bezugsberechtigte umgeht diese Steuerbelastung. Ärzteversichert prüft auf Wunsch, ob die Bezugsberechtigten in allen laufenden Lebensversicherungen korrekt eingetragen sind.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist das Abschließen einer zu niedrigen Versicherungssumme, weil die Prämie für die eigentlich notwendige Summe zu hoch erscheint. Eine Risikolebensversicherung ist jedoch so günstig, dass eine angemessene Absicherung selten ein ernsthaftes Budgetproblem darstellt.

Ebenfalls problematisch: das Verknüpfen der Risikolebensversicherung mit dem Immobilienkredit als Tilgungsversicherung. In diesem Fall sinkt die Versicherungssumme mit der Restschuld, was für die Hinterbliebenen sinnvoll ist, aber keinen zusätzlichen Schutz für andere Lebensbereiche bietet.

Fazit

Die Risikolebensversicherung ist für Fachärzte mit Familie, Kredit oder Praxisbeteiligung eine günstige und wichtige Absicherung, die selten mehr als 30 Euro monatlich kostet. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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