Für die meisten PJ-Studierenden ist eine Risikolebensversicherung noch kein dringendes Thema. Dennoch kann ein früher Abschluss erhebliche Vorteile bieten: günstige Prämien, keine Vorerkrankungen und ein Zeitpunkt, zu dem Gesundheit und Beruf noch nicht von den Belastungen des Arztlebens geprägt sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Je jünger der Abschluss, desto günstiger die Prämie: Ein 26-jähriger PJ-Studierender zahlt für 200.000 Euro Versicherungssumme und 30 Jahre Laufzeit nur etwa 10 bis 20 Euro monatlich.
- Eine Risikolebensversicherung ist sinnvoll, sobald andere Menschen finanziell von einem abhängen: Partner, Kind oder gemeinsamer Immobilienkredit.
- Ohne abhängige Personen oder gemeinsame Verpflichtungen ist eine Risikolebensversicherung im PJ noch nicht notwendig.
Risikolebensversicherung in der Phase PJ
Im PJ haben die meisten Studierenden noch keine Personen, die finanziell von ihnen abhängen: Partner ist oft selbst berufstätig, Kinder hat man noch keine, gemeinsame Immobilien oder Schulden sind selten. In diesem Fall ist eine Risikolebensversicherung noch kein dringendes Bedürfnis.
Dennoch sprechen Argumente für einen frühen Abschluss: Das Alter im PJ (typisch 25 bis 28 Jahre) und der in der Regel noch gute Gesundheitszustand ermöglichen besonders günstige Konditionen. Ein 26-jähriger Arzt ohne Vorerkrankungen zahlt für eine 200.000 Euro-Police mit 30 Jahren Laufzeit nur 10 bis 15 Euro monatlich. Wer 10 Jahre wartet und mit 36 Jahren abschließt, zahlt für ähnliche Konditionen bereits 25 bis 40 Euro monatlich.
Ein frühzeitiger Abschluss sichert außerdem die Versicherbarkeit: Rückenprobleme, psychische Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen, die im intensiven Arztberuf keine Seltenheit sind, können bei einem späteren Abschluss zu Risikoaufschlägen oder Ausschlüssen führen.
Worauf PJ-Studierende besonders achten sollten
PJ-Studierende, die eine Risikolebensversicherung abschließen möchten, sollten die Laufzeit auf mindestens 30 bis 35 Jahre ausrichten, um auch spätere Verpflichtungen wie Praxiskredit oder Immobilienfinanzierung abzusichern. Ärzteversichert berät auch PJ-Studierende bei der Planung des ersten Versicherungsschutzes für den Berufseinstieg.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein häufiger Fehler ist die zu kurze Laufzahlwahl: Wer nur 15 Jahre abschließt, hat möglicherweise in der wirtschaftlich riskantesten Phase (Praxisgründung, Immobilienkredit, Kinder im schulpflichtigen Alter) keinen Schutz mehr. Ein zweiter Fehler ist die unnötig hohe Versicherungssumme ohne konkreten Bedarf, was unnötige Prämienkosten verursacht.
Fazit
Im PJ ist die Risikolebensversicherung optional, aber der günstige Einstiegszeitpunkt spricht für einen frühen Abschluss. Die Entscheidung hängt von der persönlichen Lebenssituation ab. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Risikolebensversicherung
- BaFin – Lebensversicherung
- Bundesärztekammer – PJ und Berufseinstieg
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →