Für etablierte Praxisinhaber ist die Rürup-Rente (Basisrente) eines der wirkungsvollsten Steueroptimierungs- und Altersvorsorge-Instrumente. Hohe absetzbare Beiträge kombiniert mit dem Steuervorteil bei hohem Grenzsteuersatz machen sie für selbstständige Ärzte besonders attraktiv.

Das Wichtigste in Kürze

  • Etablierte Praxisinhaber können 2026 bis zu 31.221 Euro jährlich (Ledige) in die Rürup-Rente einzahlen, die zu 100 Prozent als Sonderausgaben absetzbar sind.
  • Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent spart die Maximaleinzahlung über 13.000 Euro Einkommensteuer jährlich.
  • Die Rürup-Rente ist nicht vererbbar, nicht beleihbar und nicht übertragbar, was zwar die Flexibilität einschränkt, aber das Kapital dauerhaft schützt.

Rürup-Rente in der Phase etablierter Praxisinhaber

Als etablierter Praxisinhaber mit einem Jahresgewinn von 150.000 Euro und darüber ist die Rürup-Rente das leistungsfähigste Steuerinstrument der Altersvorsorge. Im Unterschied zur Riester-Rente, die für Angestellte konzipiert ist, richtet sich die Rürup-Rente gezielt an Selbstständige und Freiberufler, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Der Steuervorteil ist konkret berechenbar: Wer im Jahr 2026 maximal 31.221 Euro in die Rürup-Rente einzahlt und einen Grenzsteuersatz von 42 Prozent hat, spart rund 13.113 Euro Einkommensteuer. Über 10 Jahre kumuliert sich das auf eine direkte Steuerersparnis von über 130.000 Euro, sofern der Steuersatz konstant bleibt.

Zur Produktauswahl: Rürup-Renten können als klassische Rentenversicherung mit Garantiezins, als fondsgebundene Rentenversicherung oder als ETF-basierte Rürup-Lösung abgeschlossen werden. Letzteres bietet die höchsten Renditechancen bei gleichzeitig steuerbegünstigten Einzahlungen und ist für Praxisinhaber mit langem Anlagehorizont besonders interessant.

Worauf Praxisinhaber besonders achten sollten

Die Rürup-Rente ist nicht kündbar, Beiträge sind bis zur Rente gebunden. Wer eine Phase mit geringerem Praxisgewinn hat, sollte den Beitrag reduzieren können, was bei flexiblen Produkten möglich ist. Ärzteversichert hilft bei der Auswahl flexibler Rürup-Tarife, die eine Beitragsanpassung erlauben.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist der Abschluss einer Rürup-Rente mit zu hohem Garantieanteil, der die Rendite drückt. Ein zweiter Fehler ist das Unterschätzen der Illiquidität: Wer die eingezahlten Beiträge im Notfall benötigt, kommt nicht an das Kapital heran.

Fazit

Die Rürup-Rente ist für etablierte Praxisinhaber ein unverzichtbares Steuer- und Altersvorsorge-Instrument. Der Steuervorteil ist unmittelbar, die Rentenleistung langfristig. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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