Die Rürup-Rente ist für Fachärzte mit steigendem Einkommen und hohem Steuersatz ein attraktives Altersvorsorge-Instrument. Sie kombiniert steuerliche Vorteile mit einer lebenslangen Rentenleistung.
Das Wichtigste in Kürze
- Beiträge zur Rürup-Rente (Basisrente) können 2024 bis zu 27.566 Euro jährlich steuerlich abgezogen werden
- Die Rürup-Rente eignet sich besonders für Selbstständige und angestellte Ärzte ohne gesetzliche Rentenversicherungspflicht
- Die Rente ist nicht beleihbar, nicht vererbbar und nicht übertragbar, was sie insolvenzfest macht
Rürup-Rente in der Phase Facharzt
Als Facharzt in einem angestellten Verhältnis zahlen Sie Pflichtbeiträge ins ärztliche Versorgungswerk. Die Rürup-Rente bietet darüber hinaus die Möglichkeit, weitere steuerlich begünstigte Altersvorsorge aufzubauen. Für einen Facharzt mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 80.000 Euro und einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent ergibt ein Jahresbeitrag von 5.000 Euro in die Rürup-Rente eine Steuerersparnis von rund 2.000 Euro.
Die Rürup-Rente kann als klassische Rentenversicherung oder als fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen werden. Letztere bietet höhere Renditechancen, aber auch ein höheres Risiko. Für Fachärzte in der Aufbauphase ihrer Karriere mit einem langen Anlagehorizont kann die fondsgebundene Variante interessant sein, da Kursschwankungen langfristig ausgeglichen werden.
Ein wesentlicher Vorteil der Rürup-Rente gegenüber anderen Vorsorgeprodukten ist der Pfändungsschutz: Das angesparte Kapital ist vor Gläubigern weitgehend geschützt. Für Ärzte, die sich später niederlassen und unternehmerische Risiken eingehen, ist das ein wichtiger Aspekt der Absicherung.
Worauf Fachärzte besonders achten sollten
Die Rürup-Rente bindet Kapital langfristig, das erst ab 62 Jahren als Rente ausgezahlt wird. Wer Flexibilität benötigt, sollte sicherstellen, dass neben der Rürup-Rente ausreichend liquides Vermögen aufgebaut wird. Ärzteversichert vergleicht verschiedene Rürup-Angebote und findet die kostengünstigste und renditestärkste Lösung.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein häufiger Fehler ist der Abschluss einer Rürup-Rente mit hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die den steuerlichen Vorteil erheblich mindern. Ein Vergleich der Kostenquoten verschiedener Anbieter ist deshalb unverzichtbar.
Fazit
Die Rürup-Rente ist für Fachärzte mit hohem Grenzsteuersatz ein effizientes Instrument, das steuerliche Entlastung und Altersvorsorge verbindet. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium der Finanzen – Basisrente
- GDV – Rürup-Rente
- ABV – Versorgungswerke und Ergänzungsvorsorge
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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