Wer als Arzt nach einer längeren Pause wieder in den Beruf einsteigt, steht vor der Aufgabe, Lücken in der Altersvorsorge zu schließen. Die Rürup-Rente ist für selbstständig tätige Wiedereinsteiger und niedergelassene Ärzte ein steuerlich attraktives Instrument, das gezielt eingesetzt werden kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Beiträge zur Rürup-Rente sind 2025 zu 100 Prozent als Sonderausgaben steuerlich absetzbar, bis zu 27.566 Euro jährlich
- Die Rürup-Rente eignet sich besonders für Ärzte, die wieder selbstständig tätig werden und keine gesetzliche Rentenversicherung nutzen
- Die Rente ist nicht beleihbar, nicht vererbbar und nicht übertragbar
Rürup-Rente in der Phase Wiedereinstieg
Beim Wiedereinstieg nach Elternzeit, Erkrankung oder einer anderen Auszeit müssen Ärzte ihre Altersvorsorge neu justieren. Wer in die Selbstständigkeit oder Niederlassung zurückkehrt, zahlt weiterhin in das ärztliche Versorgungswerk ein. Darüber hinaus bietet die Rürup-Rente (Basisrente) eine ergänzende Möglichkeit, die durch hohe Steuervorteile attraktiv ist.
Bei einem zu versteuernden Einkommen von 100.000 Euro im Wiedereinstiegsjahr kann ein Rürup-Beitrag von 15.000 Euro die Steuerlast um rund 5.000 bis 6.000 Euro reduzieren, abhängig vom persönlichen Steuersatz. Der maximale Sonderausgabenabzug von 27.566 Euro (Einzelveranlagung, 2025) ermöglicht erhebliche Steuerersparnisse gerade in Jahren mit hohem Einkommen.
Zu beachten ist, dass Rürup-Verträge im Alter vollständig steuerpflichtig sind und keine Kapitalauszahlung ermöglichen. Die Rente kann frühestens ab dem 62. Lebensjahr bezogen werden. Wer also nach dem Wiedereinstieg zunächst unsicher ist, wie sich das Einkommen entwickelt, sollte einen flexiblen Vertrag mit variabler Beitragshöhe wählen.
Worauf Wiedereinsteiger besonders achten sollten
Überprüfen Sie beim Wiedereinstieg, ob ein bestehender Rürup-Vertrag reaktiviert oder ein neuer abgeschlossen werden soll. Ärzteversichert hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen und Beiträge optimal auf das aktuelle Einkommensniveau abzustimmen.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Ein häufiger Fehler ist der Abschluss eines zu starren Rürup-Vertrags, der bei schwankendem Einkommen im Wiedereinstieg finanzielle Engpässe verursacht. Außerdem wird die Koordination mit dem Versorgungswerk oft vernachlässigt, was zu einer Überversicherung führen kann.
Fazit
Die Rürup-Rente kann beim Wiedereinstieg ein wirksames Instrument zur Steuerstundung und Altersvorsorge sein, wenn sie flexibel und strategisch eingesetzt wird. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Basisrente
- Gesetze im Internet – § 10 EStG
- Bundesärztekammer – Versorgungswerk
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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