In der Elternzeit verbringen Ärzte mehr Zeit außerhalb des Klinikalltags. Gerade deshalb ist eine private Unfallversicherung in dieser Phase besonders relevant, da der gesetzliche Unfallversicherungsschutz des Arbeitgebers teilweise entfällt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur für Arbeitsunfälle und Wegeunfälle, nicht für Freizeitunfälle
  • In der Elternzeit ohne aktive Arbeitstätigkeit entfällt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung weitgehend
  • Eine private Unfallversicherung deckt Unfallfolgen im privaten Bereich rund um die Uhr ab

Unfallversicherung in der Phase Elternzeit

Die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) schützt Arbeitnehmer bei Arbeitsunfällen und Wegeunfällen. Wer in Elternzeit ist und nicht aktiv arbeitet, verliert diesen Schutz für die Zeit der Nichtarbeit. Zwar gilt er weiterhin für Zeiten, in denen tatsächlich gearbeitet wird (auch in Teilzeit-Elternzeit), aber für alle privaten Aktivitäten greift er nicht.

Unfälle im Haushalt, beim Sport oder bei Freizeitaktivitäten sind statistisch häufig und können bleibende Invalidität hinterlassen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur bei Berufsunfällen. Für alle anderen Unfälle leistet nur die private Unfallversicherung oder, bei Personenschaden durch Dritte, deren Haftpflichtversicherung.

Eine private Unfallversicherung sollte eine Kapitalleistung bei dauerhafter Invalidität (Invaliditätsgrad) sowie eine Unfallrente für den Fall schwerer Dauerschäden enthalten. Für Ärzte ist besonders wichtig, dass die Hände als wertvollste Berufsorgane explizit in der Police berücksichtigt werden. Viele Policen bieten Progressionsklauseln, die die Leistung bei höheren Invaliditätsgraden überproportional steigern.

Worauf Ärzte in Elternzeit besonders achten sollten

Wer keine private Unfallversicherung hat, sollte die Elternzeit als Anlass nehmen, diese abzuschließen oder zu überprüfen. Ärzteversichert vergleicht Unfallversicherungsangebote und findet Tarife, die speziell auf die Bedürfnisse von Ärzten ausgerichtet sind, einschließlich des Schutzes berufsrelevanter Körperteile.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung. Die BU leistet bei jeder Berufsunfähigkeit unabhängig von der Ursache, die Unfallversicherung nur bei Unfallfolgen. Beides ist sinnvoll, aber unterschiedlich.

Fazit

Die Elternzeit macht den fehlenden gesetzlichen Unfallschutz sichtbar. Eine private Unfallversicherung schließt diese Lücke und schützt die Familie in einer Zeit, in der aktive Freizeitgestaltung besonders wichtig ist. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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