Als Assistenzarzt beginnt erstmals ein stabiles Einkommen zu fließen. Der Grundstein für langfristigen Vermögensaufbau wird in dieser Phase gelegt, auch wenn das verfügbare Kapital noch begrenzt ist. Wer früh anfängt, profitiert jahrzehntelang vom Zinseszinseffekt und baut eine gesunde Vermögensstruktur auf.
Das Wichtigste in Kürze
- Versorgungswerk als Pflichtbeitrag ist bereits eine Form des Vermögensaufbaus
- Zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens gezielt sparen und investieren
- Reihenfolge: Notgroschen, BU-Versicherung, dann Investitionen
Vermögensaufbau in der Phase Assistenzarzt
Das Nettogehalt eines Assistenzarztes nach TV-Ärzte beläuft sich je nach Stufe, Region und Diensten auf 3.300 bis 4.500 Euro monatlich. Davon geht ein erheblicher Teil für Versorgungswerksbeiträge (ca. 650 bis 830 Euro), Miete und Lebenshaltung ab. Der verbleibende Spielraum für Investitionen liegt bei ca. 300 bis 800 Euro monatlich.
Priorität hat zunächst die Absicherung: Ein Notgroschen von drei bis sechs Monatseinkommen auf einem Tagesgeldkonto schützt vor unvorhergesehenen Ausgaben. Parallel dazu sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, die das Einkommen im Krankheitsfall absichert. Erst dann sollten freie Mittel investiert werden.
Für die Investition empfehlen sich ETF-Sparpläne als einfachste und kostengünstigste Option. Mit 300 Euro monatlich in einen MSCI World ETF und einer Rendite von 7 Prozent jährlich entsteht nach 30 Jahren ein Vermögen von ca. 340.000 Euro aus nur 108.000 Euro Einzahlungen. Das ist der Zinseszinseffekt in der Praxis. Ergänzend können freiwillige Zuzahlungen ins Versorgungswerk oder eine Rürup-Rente die Steuerlast reduzieren.
Worauf Assistenzärzte besonders achten sollten
Assistenzärzte sollten den Vermögensaufbau als langfristiges Projekt betrachten und nicht bei jeder Börsenschwankung nervös werden. Ärzteversichert unterstützt bei der Abstimmung von Versicherungen und Investitionen, damit beides optimal aufeinander eingestellt ist.
Typische Fehler in dieser Karrierephase
Typische Fehler sind das Aufschieben von Investitionen, weil das Gehalt noch "zu niedrig" erscheint, das Anlegen in teure Lebensversicherungen mit schlechter Rendite sowie das Vergessen des Notgroschens zugunsten risikoreicherer Anlagen.
Fazit
Vermögensaufbau als Assistenzarzt ist der erste Schritt zu finanzieller Unabhängigkeit. Früh beginnen, konsequent bleiben. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Kapitalanlage
- BaFin – Anlegerschutz
- Bundesärztekammer – Versorgungswerk
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →