Im Praktischen Jahr ist das Einkommen gering, aber der erste Schritt zum Vermögensaufbau kann trotzdem beginnen. Wer früh anfängt, profitiert vom Zinseszinseffekt über die gesamte Karriere.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im PJ sind die finanziellen Möglichkeiten begrenzt, aber erste kleine Investitionen sind möglich
  • ETF-Sparpläne ab 25 Euro monatlich ermöglichen den Einstieg in den Kapitalmarkt
  • Die wichtigste Investition im PJ ist das Wissen über Finanzen und Versicherungen für die Karriere danach

Vermögensaufbau in der Phase Praktisches Jahr

Das Praktische Jahr ist finanziell eine knappe Phase: Die Aufwandsentschädigung liegt je nach Klinik zwischen 0 und 700 Euro monatlich. Nach Abzug von Wohnkosten, Lebensmitteln und Fahrtkosten bleibt wenig übrig. Dennoch kann bereits jetzt der Grundstein für einen soliden Vermögensaufbau gelegt werden.

Ein ETF-Sparplan mit einem monatlichen Sparbetrag von 25 bis 50 Euro ist in den meisten Fällen auch im PJ möglich. Bei einer angenommenen Jahresrendite von 6 Prozent und einer Laufzeit von 30 Jahren wächst ein monatlicher Sparbetrag von 50 Euro auf rund 50.000 Euro. Wer 10 Jahre früher anfängt, hat am Ende mehr als doppelt so viel, auch wenn die Beiträge in den ersten Jahren gering sind.

Neben der konkreten Anlage ist der Wissensaufbau im PJ die wichtigste Investition: Wer versteht, wie Versicherungen, Versorgungswerk, Steuern und Geldanlage funktionieren, trifft beim ersten Assistenzarzt-Vertrag deutlich bessere Entscheidungen als jemand, der sich zum ersten Mal damit konfrontiert sieht. Bücher über persönliche Finanzen und Grundlagen der Altersvorsorge für Ärzte sind deshalb eine lohnende Lektüre im PJ.

Worauf Praktische-Jahr-Studenten besonders achten sollten

Schulden aus dem Studium sollten mit der ersten Assistenzarzt-Stelle so schnell wie möglich abgebaut werden, bevor großangelegter Vermögensaufbau beginnt. Die Zinskosten für Konsumentenkredite übertreffen häufig die Rendite von Sparanlagen. Ärzteversichert bietet Berufseinsteigern eine kostenlose Erstberatung zu Finanz- und Versicherungsfragen.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist es, im PJ gar nicht über Vermögensaufbau nachzudenken, weil das Einkommen zu gering erscheint. Dabei ist die Formierung von Finanzgewohnheiten in dieser frühen Phase oft wertvoller als die konkreten Sparergebnisse.

Fazit

Der Vermögensaufbau kann und sollte bereits im PJ mit kleinen Schritten beginnen, um langfristig von einem frühen Startkapital zu profitieren. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

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