Als Chefarzt zahlen Sie in der Regel den Höchstbeitrag in das ärztliche Versorgungswerk ein. Doch wie hoch wird die spätere Rente sein, und reicht sie für den gewohnten Lebensstandard? Eine aktive Auseinandersetzung mit dem Versorgungswerk ist in dieser Karrierephase wichtig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Chefärzte zahlen häufig den maximalen Versorgungswerk-Beitrag von 1.200 bis 1.800 Euro monatlich
  • Die resultierende Versorgungswerk-Rente liegt bei 4.000 bis 7.000 Euro monatlich
  • Freiwillige Mehrzahlungen über den Pflichtbeitrag hinaus können die Rente weiter erhöhen

Versorgungswerk in der Phase Chefarzt

Als Chefarzt sind Sie Pflichtmitglied des ärztlichen Versorgungswerks Ihres Bundeslandes. Der Pflichtbeitrag richtet sich nach dem Einkommen und beträgt 2025 in den meisten Bundesländern etwa 18 Prozent des sozialversicherungsrelevanten Einkommens, maximal jedoch den in der Satzung festgelegten Höchstbeitrag von typischerweise 1.200 bis 1.800 Euro monatlich.

Bei vollständiger Beitragszahlung des Höchstbeitrags über 35 bis 40 Jahre ergibt sich eine prognostizierte Versorgungswerk-Rente von 4.000 bis 7.000 Euro monatlich (brutto). Diese Rente unterliegt im Rentenalter der vollen Einkommensteuer, sodass netto typischerweise 2.500 bis 4.500 Euro übrig bleiben.

Für Chefärzte, die erheblich mehr verdienen als der Bemessungsrahmen des Versorgungswerks abdeckt, empfiehlt sich die Zahlung freiwilliger Mehrleistungen. Das ist jedoch je nach Versorgungswerk unterschiedlich geregelt. Informieren Sie sich bei Ihrem Versorgungswerk über die Möglichkeiten und Obergrenzen für Mehrzahlungen.

Worauf Chefärzte besonders achten sollten

Fordern Sie regelmäßig eine aktuelle Rentenprognose von Ihrem Versorgungswerk an und vergleichen Sie diese mit Ihrem gewünschten Ruhestandseinkommen. Ärzteversichert hilft Ihnen, die Versorgungslücke zu berechnen und geeignete ergänzende Altersvorsorgeprodukte zu wählen.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Viele Chefärzte gehen davon aus, dass der Versorgungswerk-Höchstbeitrag für eine komfortable Altersversorgung ausreicht. Bei einem Chefarzt-Einkommen von 280.000 Euro brutto und einer Versorgungswerk-Rente von netto 4.000 Euro monatlich entsteht jedoch eine erhebliche Rentenlücke.

Fazit

Das Versorgungswerk bildet die Basis der Chefarzt-Altersvorsorge, reicht aber allein nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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