Das Versorgungswerk ist für die meisten Ärzte das zentrale Element der Altersvorsorge. Bereits im Praktischen Jahr sollten angehende Mediziner verstehen, wie das System funktioniert, damit sie nach der Approbation von Beginn an die richtigen Entscheidungen treffen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pflichtmitgliedschaft im ärztlichen Versorgungswerk beginnt mit der Approbation
  • Beiträge werden als Pflichtbeiträge in Höhe von ca. 18 Prozent des Einkommens fällig, maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze
  • Wer früh einzahlt, profitiert vom Zinseszins-Effekt und baut langfristig höhere Rentenanwartschaften auf

Versorgungswerk in der Phase PJ

Im Praktischen Jahr sind Medizinstudierende noch nicht Mitglied des Versorgungswerks, da die Pflichtmitgliedschaft erst mit der Approbation beginnt. Dennoch ist das PJ die ideale Zeit, um sich grundlegend mit dem System vertraut zu machen und die ersten Monate nach der Approbation optimal zu nutzen.

Das ärztliche Versorgungswerk ist ein berufsständisches Versorgungssystem, das in Deutschland in jedem Bundesland separat organisiert ist. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung, aus der die meisten Ärzte über die sogenannte Befreiungsoption aussteigen, bietet das Versorgungswerk häufig bessere Leistungen bei ähnlichen oder niedrigeren Beiträgen.

Nach der Approbation werden Pflichtbeiträge in Höhe von etwa 18 Prozent des Bruttoeinkommens fällig, vergleichbar mit dem gesetzlichen Rentenversicherungsbeitrag. Der maximale Beitrag richtet sich nach der jeweiligen Satzung des Versorgungswerks. Wer über das Pflichtmaß hinaus freiwillige Mehrzahlungen leistet, kann die spätere Rente erhöhen.

Worauf PJ-Studierende besonders achten sollten

Informieren Sie sich noch vor der Approbation über das Versorgungswerk des Bundeslandes, in dem Sie zuerst tätig sein werden. Ärzteversichert kann Ihnen dabei helfen, die Grundstruktur Ihrer Altersvorsorge von Anfang an richtig aufzubauen.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Viele PJler denken, das Versorgungswerk sei ausreichend für die gesamte Altersvorsorge. Tatsächlich sollte das Versorgungswerk nur der Grundbaustein sein, ergänzt durch private Kapitalanlage und ggf. Rürup-Rente.

Fazit

Das Versorgungswerk ist der erste und wichtigste Baustein der ärztlichen Altersvorsorge. Schon im PJ sollte man die Grundlagen verstehen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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