Der Wiedereinstieg als Assistenzarzt nach der Elternzeit ist in vielerlei Hinsicht ein Neustart. Die Weiterbildungszeiten müssen nachgeholt werden, und Versicherungen und Altersvorsorge müssen auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elternzeit verlängert die Weiterbildungszeit nicht automatisch, aber Fehlzeiten über dem Toleranzrahmen müssen nachgeholt werden
  • Versicherungsverträge, die während der Elternzeit pausiert wurden, müssen reaktiviert werden
  • Der Wiedereinstieg ist ein guter Zeitpunkt für einen vollständigen Versicherungs- und Finanzcheck

Wiedereinstieg nach Elternzeit in der Phase Assistenzarzt

Als Assistenzarzt in der Weiterbildung sind auch Elternzeiten in der Regel tolerierbar, aber nicht vollständig ausblendbar: Je nach Landesärztekammer und Facharztweiterbildungsordnung können Fehlzeiten von mehr als drei bis sechs Monaten dazu führen, dass Weiterbildungsmonate nachgeholt werden müssen. Es empfiehlt sich, dies vorab mit dem Weiterbildungsbeauftragten zu klären.

Beim Wiedereinstieg als Assistenzarzt sollten alle während der Elternzeit pausierten Versicherungsverträge aktiv reaktiviert werden. Berufsunfähigkeitsversicherungen, ETF-Sparpläne und Altersvorsorgeprodukte, die beitragsfrei gestellt wurden, sollten jetzt wieder auf volle Beitragshöhe gebracht werden. Gleichzeitig bietet der Wiedereinstieg die Gelegenheit, das bisherige Versicherungspaket zu überprüfen und ggf. anzupassen.

Das Einkommen als Assistenzarzt nach der Elternzeit ist in der Regel das gleiche wie vor der Pause, sofern keine Tariferhöhung stattgefunden hat. Tariferhöhungen nach TV-Ärzte gelten automatisch auch für Ärzte, die in Elternzeit waren. Es lohnt sich, die aktuelle Gehaltseinstufung nach dem Wiedereinstieg zu prüfen und mit der Personalabteilung zu klären.

Worauf Assistenzärzte besonders achten sollten

Ein vollständiger Finanz- und Versicherungscheck beim Wiedereinstieg stellt sicher, dass keine Lücken entstanden sind und alle Verträge an die aktuelle Situation angepasst sind. Ärzteversichert begleitet Ärzte beim Wiedereinstieg mit einem kostenlosen Bestandscheck.

Typische Fehler in dieser Karrierephase

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass alle Versicherungen automatisch mit dem Wiedereinstieg fortgeführt werden, ohne zu prüfen, ob sie tatsächlich reaktiviert wurden. Auch die Vernachlässigung der Fortbildungspflicht, die während der Elternzeit unterbrochen war, ist ein verbreitetes Versäumnis.

Fazit

Der Wiedereinstieg als Assistenzarzt nach Elternzeit ist ein guter Startpunkt für eine umfassende Neuausrichtung der Finanz- und Versicherungsplanung. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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