In der privaten Krankenversicherung gibt es keine beitragsfreie Familienversicherung wie in der GKV. Für jeden Familienangehörigen muss ein eigenständiger Beitrag bezahlt werden. Gleichzeitig bietet die PKV für Familien mit Ärzten als Hauptverdiener attraktive Leistungspakete, die bei richtiger Tarifwahl erhebliche Vorteile bringen.
Das Wichtigste in Kürze
- In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag, Kinder ab Geburt
- Kinder-PKV-Tarife sind im Vergleich zur GKV-Familienmitversicherung in der Regel teurer, bieten aber oft bessere Leistungen
- Bei gemischt versicherten Familien muss der Krankenversicherungsschutz aller Mitglieder individuell analysiert werden
Grundlagen: PKV-Versicherung für Familienmitglieder
Die private Krankenversicherung kennt keine kostenlose Familienmitversicherung. Kinder eines PKV-Versicherten müssen ab Geburt eigenständig versichert werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen werden Kinder beitragsfrei mitversichert, sofern ein Elternteil GKV-Mitglied ist und das Einkommen des anderen Elternteils die Versicherungspflichtgrenze nicht überschreitet.
Für Kinder von PKV-versicherten Eltern entstehen daher monatliche Beitragskosten, die je nach Tarif und Anbieter zwischen 80 und 250 Euro je Kind betragen können. Bei mehreren Kindern summiert sich dies erheblich. Manche Versicherer bieten spezielle Kindertarife oder Familienrabatte an, die die Kosten reduzieren.
Bei gemischt versicherten Familien, also wenn ein Elternteil PKV-versichert und der andere GKV-Mitglied ist, haben die Kinder grundsätzlich die Wahl, können aber unter bestimmten Voraussetzungen in der GKV des gesetzlich versicherten Elternteils beitragsfrei mitversichert werden.
Schritt für Schritt: PKV-Schutz für die Familie optimieren
Schritt 1: Absicherungsbedarf aller Familienmitglieder analysieren. Erstellen Sie eine Übersicht, wer welche Krankenversicherung hat, welche Leistungen enthalten sind und welche Beiträge anfallen.
Schritt 2: Kindertarife vergleichen. Lassen Sie spezialisierte Kindertarife verschiedener Anbieter vergleichen. Achten Sie auf Leistungen wie kieferorthopädische Behandlung, Sehhilfen und stationäre Leistungen.
Schritt 3: GKV-Mitversicherung für Kinder prüfen. Klären Sie mit einem PKV-Spezialisten, ob Ihre Kinder in der GKV beitragsfrei mitversichert werden können und ob dies wirtschaftlich sinnvoll wäre.
Schritt 4: Partner-Absicherung optimieren. Ist der Partner nicht berufstätig oder verdient wenig, kann eine günstige PKV-Anwartschaft oder der Eintritt in die GKV sinnvoll sein.
Schritt 5: Familiensituation regelmäßig überprüfen. Bei Geburt weiterer Kinder, Jobwechsel des Partners oder Veränderungen im Einkommen sollte die Versicherungssituation neu bewertet werden.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines günstigen Kindertarifs ohne ausreichende Leistungen. Besonders bei kieferorthopädischen Leistungen und Sehhilfen gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, die im Alltag spürbar werden.
Ärzteversichert berät Ärztfamilien bei der Optimierung des gesamten Krankenversicherungsschutzes und hilft, die Beitragsbelastung zu minimieren, ohne auf wichtige Leistungen zu verzichten.
Fazit
Eine durchdachte PKV-Familienstrategie spart Kosten und sichert alle Familienmitglieder optimal ab. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen und weiterführende Informationen
- PKV-Verband – Familienversicherung
- GKV-Spitzenverband – Familienversicherung
- Bundesministerium für Gesundheit – Krankenversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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