Die Rürup-Rente ist das steuerlich effizienteste Altersvorsorge-Instrument für selbstständige Ärzte. Durch die vollständige Absetzbarkeit der Beiträge als Sonderausgaben können gut verdienende Ärzte im Spitzensteuersatz erhebliche Steuerersparnisse erzielen und gleichzeitig Kapital für den Ruhestand aufbauen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beiträge bis zu 29.344 Euro jährlich (2026) sind vollständig als Sonderausgaben absetzbar
  • Die Rürup-Rente ist nicht vererbbar, nicht beleihbar und nur als lebenslange Rente auszuzahlen
  • Fondsgebundene Rürup-Varianten mit ETF-Anlage bieten attraktive Renditechancen bei gleichzeitiger Steuerersparnis

Grundlagen: Funktionsweise der Rürup-Rente

Die Rürup-Rente (Basisrente) wurde 2005 als staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige eingeführt. Sie ist das Pendant zur Riester-Rente für Angestellte, jedoch ohne Zulagen, dafür mit höherem steuerlichem Förderumfang. Beiträge werden als Sonderausgaben geltend gemacht und reduzieren das zu versteuernde Einkommen.

Für 2026 beträgt der Höchstbetrag für den Sonderausgabenabzug 29.344 Euro. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent ergibt sich daraus eine Steuerersparnis von rund 12.300 Euro. Wer zusätzlich Kirchensteuer zahlt, spart noch mehr. Der absetzbare Betrag reduziert sich um Beiträge zum Versorgungswerk und andere Beiträge zur Basisversorgung.

Die Leistungsphase beginnt frühestens mit dem 62. Lebensjahr. Die Rürup-Rente wird ausschließlich als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt. Eine Kapitalauszahlung ist nicht möglich. In der Rentenphase wird die Rente mit dem individuellen Steuersatz versteuert, der im Ruhestand typischerweise deutlich niedriger ist als während der Berufsjahre.

Schritt für Schritt: Rürup-Rente optimal gestalten

Schritt 1: Maximalen Abzugsbetrag berechnen. Ermitteln Sie gemeinsam mit Ihrem Steuerberater, welcher Beitrag im laufenden Jahr maximal absetzbar ist.

Schritt 2: Fondsgebundene Variante wählen. Wählen Sie einen Anbieter, der ETF-basierte Anlagefonds mit niedrigen Kosten anbietet. Kostentransparenz ist hier besonders wichtig.

Schritt 3: Beitragsflexibilität nutzen. Viele Rürup-Tarife erlauben variable Einzahlungen. In Jahren mit hohem Gewinn können Sie den Beitrag erhöhen, in ertragsschwachen Jahren senken.

Schritt 4: Berufsunfähigkeitsschutz integrieren. Manche Rürup-Tarife lassen sich mit einem BU-Zusatzbaustein kombinieren. Prüfen Sie, ob dies für Sie sinnvoll ist, oder ob eine eigenständige BU-Police besser passt.

Schritt 5: Regelmäßig überprüfen. Überprüfen Sie jährlich, ob der gewählte Tarif und Beitrag noch zur aktuellen Steuer- und Lebenssituation passen.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Ein häufiger Fehler ist die Wahl einer klassischen Rürup-Versicherung mit niedrigen Renditechancen und hohen Kosten. Fondsgebundene Varianten mit niedrigen Gesamtkosten (unter 1,5 Prozent jährlich) bieten langfristig deutlich bessere Ergebnisse.

Ärzteversichert analysiert Rürup-Tarife für Ärzte und empfiehlt nur Produkte, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Die richtige Kombination aus Steuerersparnis und Kapitalanlage ist ein entscheidender Hebel für die Altersvorsorge selbstständiger Ärzte.

Fazit

Die Rürup-Rente ist für selbstständige Ärzte im Spitzensteuersatz das effizienteste Instrument zur steueroptimierten Altersvorsorge. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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