Die Rürup-Rente (Basisrente) ist für selbstständige Ärzte das steuerlich attraktivste Instrument der ergänzenden Altersvorsorge, da Beiträge bis zu einer Höhe von 27.566 Euro jährlich (Stand 2025) als Sonderausgaben steuerlich absetzbar sind. Für gut verdienende Ärzte kann dies zu einer Steuerersparnis von mehreren Tausend Euro jährlich führen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beiträge zur Rürup-Rente sind bis zum Höchstbetrag von 27.566 Euro (2025, verheiratete 55.132 Euro) als Sonderausgaben absetzbar
  • Die Rürup-Rente ist besonders attraktiv in Jahren mit hohem zu versteuerndem Einkommen (z.B. bei Praxisveräußerungsgewinnen)
  • Das angesparte Kapital ist pfändungsgeschützt und wird als monatliche Leibrente ausgezahlt

Grundlagen: Rürup-Rente für selbstständige Ärzte

Die Rürup-Rente wurde 2005 speziell für Selbstständige und Freiberufler eingeführt, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Sie ersetzt die Riester-Rente (die für Pflichtversicherte konzipiert ist) für Selbstständige und bietet ähnliche steuerliche Förderung.

Die steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge steigt seit 2023 auf 100 Prozent an, was bedeutet, dass jeder in die Rürup-Rente eingezahlte Euro vollständig als Sonderausgabe geltend gemacht werden kann. Bei einem Spitzensteuersatz von 42 Prozent ergibt sich eine direkte Steuerersparnis von 42 Cent je eingebrachtem Euro.

Schritt für Schritt: Rürup-Rente optimieren

Im ersten Schritt wird das optimale Jahresbeitragsvolumen berechnet. Dabei wird das voraussichtliche zu versteuernde Einkommen des Jahres zugrunde gelegt und der Beitrag so gewählt, dass der Grenzsteuersatz maximal genutzt wird. Eine Überbesparung über den Höchstbetrag hinaus ist nicht steuerlich förderbar.

Im zweiten Schritt wird ein geeignetes Rürup-Produkt ausgewählt. Verfügbar sind fondsgebundene Rürup-Policen (mit höheren Renditechancen), klassische Rürup-Versicherungen (mit Garantiezins) und Rürup-Fondssparpläne. Für Ärzte unter 50 Jahren empfehlen sich häufig fondsgebundene Varianten mit hoher ETF-Quote.

Im dritten Schritt wird der Beitrag flexibel gestaltet. Die meisten Rürup-Verträge ermöglichen Zuzahlungen bis zum Jahresende, was eine steueroptimale Planung nach tatsächlicher Einkommensentwicklung erlaubt.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung von Rürup- und Riester-Rente. Die Rürup-Rente ist nicht für die Einzahlung von staatlichen Zulagen konzipiert und hat keine staatliche Grundzulage. Sie profitiert ausschließlich von der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge, was sie bei hohen Einkommen besonders attraktiv macht.

Ärzteversichert vergleicht Rürup-Produkte systematisch und empfiehlt die auf die individuelle Situation am besten passende Lösung. Dabei werden Renditechancen, Kosten, Flexibilität und die langfristige Beitragsstabilität sorgfältig gegenübergestellt.

Fazit

Die Rürup-Rente ist für selbstständige Ärzte mit hohem Einkommen ein unverzichtbarer Baustein der steuerlich optimierten Altersvorsorge. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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