Die Zahnzusatzversicherung gehört zu den meistgekauften Zusatzversicherungen in Deutschland. Für GKV-versicherte Ärzte schließt sie die Lücke zwischen dem gesetzlichen Leistungskatalog und dem tatsächlichen Aufwand für hochwertigen Zahnersatz und Prophylaxe.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die GKV erstattet Zahnersatz nur bis zum Festzuschuss, hochwertige Versorgungen erfordern hohe Eigenanteile
  • Gute Zahnzusatzversicherungen erstatten 70 bis 100 Prozent der über die GKV hinausgehenden Zahnarztkosten
  • Der Abschlusszeitpunkt ist entscheidend: Je früher, desto günstiger der Beitrag und desto weniger Wartezeiten und Vorerkrankungsausschlüsse

Grundlagen: Was die GKV beim Zahn leistet und was nicht

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt beim Zahnersatz einen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert. Wer eine höherwertige Versorgung wählt, zahlt den Mehraufwand selbst. Bei implantatgetragenem Zahnersatz oder hochwertigen Kronen und Brücken entstehen schnell Eigenanteile von mehreren Tausend Euro.

Hinzu kommen Kosten für professionelle Zahnreinigung (PZR), Bleaching und andere Prophylaxemaßnahmen, die die GKV nicht oder nur teilweise übernimmt. Eine Zahnzusatzversicherung erstattet je nach Tarif Teile dieser Kosten oder übernimmt sie vollständig bis zu einem jährlichen Erstattungsmaximum.

Schritt für Schritt: Die richtige Zahnzusatzversicherung wählen

Im ersten Schritt werden die persönlichen Anforderungen definiert. Wie oft wird ein Zahnarzt aufgesucht? Liegt bereits Bedarf für umfangreichen Zahnersatz vor? Soll PZR regelmäßig erstattet werden? Die Antworten auf diese Fragen bestimmen, welcher Tarif sinnvoll ist.

Im zweiten Schritt werden konkrete Tarife verglichen. Entscheidende Merkmale sind der Erstattungssatz für Zahnersatz, die Wartezeit bis zur vollen Leistung, das jährliche Erstattungsmaximum, die Erstattung von Implantaten und die Leistungen für Prophylaxe. Tarife ohne Wartezeit und mit hohem Implantatzuschuss sind bei Neukunden besonders gefragt.

Im dritten Schritt wird eine Gesundheitsprüfung sorgfältig und wahrheitsgemäß ausgefüllt. Vorerkrankungen sind vollständig anzugeben. Falsche Angaben können zur Leistungsfreiheit des Versicherers im Schadensfall führen.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Ein häufiger Fehler ist der Abschluss kurz vor einem geplanten aufwändigen Eingriff in der Hoffnung auf sofortige Erstattung. Die meisten Tarife enthalten Wartezeiten oder begrenzen die Erstattung in den ersten Jahren. Ein weiterer Fehler ist die Auswahl eines Tarifs ausschließlich nach dem günstigsten Monatsbeitrag ohne Beachtung der Erstattungsgrenzen.

Ärzteversichert vergleicht Zahnzusatzversicherungen systematisch nach individuellen Bedürfnissen und empfiehlt Tarife, die langfristig ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Auch die Kombination mit einer privaten Krankenversicherung wird dabei berücksichtigt.

Fazit

Eine Zahnzusatzversicherung ist für GKV-versicherte Ärzte eine sinnvolle Ergänzung, die hohe Eigenanteile bei Zahnersatz wirksam reduziert. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen und weiterführende Informationen

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