Wer bei einer BU-Versicherung das Budget optimieren möchte, steht vor der Frage: Lieber eine niedrigere Basisrente mit Progression abschließen, oder eine höhere Fixrente ohne Progression? Beide Strategien haben unterschiedliche Stärken, die von der persönlichen Risikoeinschätzung abhängen.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine hohe Fixrente ohne Progression zahlt immer die gleiche Rente ab BU-Eintritt, unabhängig vom BU-Grad.
- Eine Progressionsrente ist bei gleichem Prämienniveau oft niedriger, wächst aber bei schwerem BU-Fall.
- Für Allgemeinmediziner mit konstant hohem Einkommensbedarf ist die Fixrente die planbarere Lösung.
- Bei schwerer und zunehmender Berufsunfähigkeit bietet die Progression den höheren Maximalschutz.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Fixrente 4.000 €/Monat | Progressionsrente 3.000 €/Monat |
|---|---|---|
| Rente bei 50 % BU | 4.000 € | 3.000 € |
| Rente bei 100 % BU | 4.000 € | ~6.000 € |
| Prämie (ca.) | ~250 €/Monat | ~220 €/Monat |
| Planbarkeit | Hoch | Mittel |
| Maximaler Schutz | Begrenzt auf Fixbetrag | Höher bei vollständiger BU |
| Empfehlung bei konstant hohem Bedarf | Ja | Nein |
Detailvergleich
Hohe Fixrente: Planungssicherheit
Eine hohe Fixrente gibt Planungssicherheit. Der Arzt weiß genau, welche Leistung er im BU-Fall erhält, unabhängig davon, wie stark die Berufsunfähigkeit ausgeprägt ist. Diese Planbarkeit ist besonders wertvoll bei laufenden finanziellen Verpflichtungen (Praxiskredit, Immobiliendarlehen).
Progressionsrente: Flexibler Maximalschutz
Eine Progressionsrente kann bei 100% Berufsunfähigkeit eine deutlich höhere Rente liefern als die Ausgangssumme. Der Trade-off: Bei nur 50% BU ist die Rente niedriger als bei einer vergleichbar teuren Fixrente. Das ist dann problematisch, wenn auch bei partieller BU der volle Einkommensersatz benötigt wird.
Kostenoptimierung durch Kombination
Wer das Beste beider Welten möchte: Eine moderate Fixrente von 3.000 € mit Progression kombiniert die Planbarkeit der Basisversorgung mit dem Maximalschutz bei schwerem BU-Fall. Der Mehrpreis ist überschaubar.
Wann ist welche Option besser?
Hohe Fixrente empfiehlt sich für Allgemeinmediziner mit konstant hohen laufenden Kosten, die auch bei partieller BU den vollen Bedarf decken müssen.
Progressionsrente ist sinnvoll für Ärzte, die das schlimmste Szenario (100% BU) mit maximalem Schutz absichern wollen und für 50% BU ausreichende Eigenmittel haben.
Fazit
Die Wahl zwischen Fixrente und Progression hängt von der persönlichen Risikostruktur ab. Ärzteversichert empfiehlt, konkrete Szenarien durchzurechnen und die monatliche Rentenhöhe auf den tatsächlichen Bedarf abzustimmen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen
- GDV – BU-Versicherung: Rentengestaltung
- BaFin – Versicherungsprodukte für Ärzte
- Bundesärztekammer – Altersvorsorge und Absicherung
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