Arztpraxen als Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Mitarbeitern einen Weg zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) anzubieten. Direktversicherung und Unterstützungskasse sind zwei der fünf gesetzlichen Durchführungswege, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen für Praxisinhaber.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Direktversicherung ist der unkomplizierteste bAV-Weg und für kleine Praxen ideal.
- Die Unterstützungskasse bietet höhere steuerliche Flexibilität für hohe Versorgungsbeträge.
- Für Praxismitarbeiter bis 3.624 Euro Jahresbeitrag ist die Direktversicherung steuerlich attraktiv.
- Beide Wege bieten Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss-Möglichkeiten.
Vergleichstabelle
| Kriterium | Direktversicherung | Unterstützungskasse |
|---|---|---|
| Verwaltungsaufwand | Gering | Mittel |
| Maximaler steuerfreier Betrag | 3.624 € p.a. (4% BBG RV) | Flexibel, höher möglich |
| Eignung für kleine Praxen | Hoch | Mittel |
| Insolvenzschutz | Über PSVaG | Ja |
| Empfehlung | Für kleine Praxen | Bei hohen Versorgungsbeträgen |
Detailvergleich
Direktversicherung: Einfach und effizient
Die Direktversicherung ist die am häufigsten gewählte bAV-Form in Arztpraxen. Sie ist einfach zu administrieren, bietet steuerliche Vorteile im Rahmen der gesetzlichen Grenzen und eignet sich für Praxen mit bis zu zehn Mitarbeitern besonders gut.
Unterstützungskasse: Höhere Versorgungsbeträge möglich
Die Unterstützungskasse ist besonders für Praxisinhaber interessant, die über die Direktversicherungsgrenze hinaus eine hohe bAV-Versorgung aufbauen wollen. Sie bietet mehr Flexibilität bei der Beitragshöhe, erfordert aber höheren Verwaltungsaufwand.
Wann ist welche Option besser?
Direktversicherung ist die empfohlene Standardlösung für kleine und mittlere Arztpraxen.
Unterstützungskasse empfiehlt sich für Praxen, die überdurchschnittlich hohe Versorgungsbeträge anbieten möchten.
Fazit
Praxisinhaber sollten bAV-Durchführungswege individuell nach Praxisgröße und steuerlichen Zielen wählen. Ärzteversichert und ein bAV-Berater helfen bei der Entscheidung. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.
Quellen
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