Disease Management Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke GKV-Patienten. Ärzte erhalten für die DMP-Betreuung Zusatzhonorare, müssen aber umfangreiche Dokumentationspflichten erfüllen. Die Frage, ob sich die Teilnahme lohnt, ist für viele Allgemeinmediziner relevant.

Das Wichtigste in Kürze

  • DMP-Teilnahme generiert Zusatzhonorare pro eingeschriebenem Patient und Dokumentation.
  • Der Dokumentationsaufwand ist erheblich und umfasst regelmäßige Verlaufsbögen.
  • Die Vergütung variiert je nach DMP-Typ (Diabetes, Asthma, COPD, KHK).
  • Bei ausreichender Patientenzahl überwiegen für die meisten Praxen die finanziellen Vorteile.

Vergleichstabelle

KriteriumDMP-Teilnahme (mit Zusatzhonorar)Keine DMP-Teilnahme
ZusatzhonorarJa, je Patient und DokumentationNein
DokumentationsaufwandHochKeiner
PatientenbindungStärkerStandard
Strukturierte VersorgungBesserWeniger strukturiert
Empfehlung bei > 50 DMP-PatientenJaNein

Detailvergleich

DMP-Zusatzhonorar: Rentabel bei ausreichender Patientenzahl

Bei einer Mindestanzahl von 30–50 eingeschriebenen DMP-Patienten überwiegen für die meisten Allgemeinmediziner die finanziellen Vorteile den Dokumentationsaufwand. DMP-Dokumentationssoftware kann den Aufwand erheblich reduzieren.

Dokumentationsaufwand: Realistisch einschätzen

Der Aufwand für DMP-Dokumentation sollte nicht unterschätzt werden. Regelmäßige Verlaufsbögen, Befunddokumentation und Einschreibeprozesse erfordern Zeit. Praxen ohne geeignete Software oder Mitarbeiterschulung sollten den Aufwand realistisch kalkulieren.

Wann ist welche Option besser?

DMP-Teilnahme (mit Zusatzhonorar) lohnt sich für Praxen mit ausreichend chronisch kranken Patienten und DMP-Software.

Keine DMP-Teilnahme ist nur dann sinnvoll, wenn die Patientenzahl oder IT-Ausstattung die Rentabilität verhindert.

Fazit

Allgemeinmediziner sollten die DMP-Rentabilität für ihre spezifische Patientenstruktur kalkulieren. Ärzteversichert berät zur Praxisoptimierung. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

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