Die Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) wird seit Jahren diskutiert und soll 2026 in Kraft treten. Sie ist die größte Neugestaltung der privatärztlichen Vergütung seit Jahrzehnten. Ärzte sollten die wesentlichen Unterschiede kennen, um ihre Abrechnung und Praxisstrategie anzupassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die GOÄ 2026 löst die GOÄ von 1996 ab und aktualisiert Leistungsverzeichnis und Punktwerte grundlegend.
  • Viele moderne Leistungen (Telemedizin, Sonographie-Erweiterungen) werden erstmals abbildbar sein.
  • Die GOÄ 2026 soll eine „degressive Staffelung" abschaffen und klare Steigerungssätze einführen.
  • Für viele Fachgruppen ergeben sich sowohl Gewinner als auch Verlierer.

Vergleichstabelle

KriteriumGOÄ alt (1996)GOÄ 2026 (Reform)
Punktwert11,4482 CentHöher (ca. +10–15 %)
Telemedizin abgebildetNeinJa
SteigerungssätzeKomplex (bis Faktor 3,5)Vereinfacht
Moderne DiagnostikBegrenztErweitert
AuslegungsspielraumGroßReduziert
ÜbergangsregelungN/AJa

Detailvergleich

GOÄ alt: Veraltet, aber vertraut

Die Gebührenordnung von 1996 weist erhebliche Lücken bei modernen Leistungen auf. Telemedizinische Konsultationen, neue Sonographieverfahren und erweiterte ambulante Operationen sind nur unzureichend abbildbar. Erfahrene Abrechnungsexperten kennen Umwege und Analogziffern, neue Ärzte stoßen hier schnell an Grenzen.

GOÄ 2026: Modernes Leistungsverzeichnis

Die reformierte GOÄ soll das Leistungsverzeichnis vollständig überarbeiten und zeitgemäß gestalten. Neue Leistungen werden direkt abbildbar, Steigerungssätze werden klarer strukturiert und die Vergütung soll insgesamt steigen. Besonders Fachärzte mit technisch aufwendigen Verfahren (Radiologie, Dermatologie, Chirurgie) dürften profitieren.

Übergangsphase und Praxisanpassungen

Die Einführung der neuen GOÄ erfordert Anpassungen in der Praxissoftware, Schulung des Abrechnungspersonals und Kommunikation mit privaten Krankenversicherungen. Arztpraxen sollten die Übergangsphase aktiv vorbereiten.

Wann ist welche Option besser?

GOÄ alt, bleibt für laufende Behandlungsfälle bis zur Umstellungsphase relevant.

GOÄ 2026, bietet langfristig höhere Vergütung und bessere Abbildung moderner Leistungen.

Fazit

Die GOÄ-Reform 2026 ist eine Chance für Ärzte, ihre Honorare zu optimieren. Ärzteversichert empfiehlt, die Änderungen frühzeitig zu analysieren und die Abrechnung anzupassen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

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