Ärzte, die ein breit diversifiziertes Portfolio aufbauen, fragen sich oft, ob Gold oder Anleihen als Beimischung sinnvoller ist. Beide Anlageklassen gelten als defensiv, unterscheiden sich aber erheblich in ihrer Funktion, Renditeerwartung und steuerlichen Behandlung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gold gilt als Inflationsschutz und Krisenanker, wirft aber keine laufenden Erträge ab.
  • Anleihen bieten regelmäßige Zinszahlungen, verlieren aber bei steigenden Zinsen an Wert.
  • Im aktuellen Zinsumfeld sind Anleihen wieder attraktiv, Gold bleibt ein Diversifikationsbaustein.
  • Beide Anlageklassen eignen sich als Beimischung (5–15 %) in einem ETF-Hauptportfolio.

Vergleichstabelle

KriteriumGoldAnleihen
Laufende ErträgeKeineZinszahlungen
InflationsschutzHochBegrenzt (inflationsindexierte Ausnahme)
ZinssensitivitätGeringHoch (inverse Beziehung)
LiquiditätHochHoch (Staatsanleihen)
Steuerliche BehandlungWertsteigerung steuerfrei nach 1 JahrZinsen steuerpflichtig
Korrelation zu AktienGering (negativ)Gering bis mittel

Detailvergleich

Gold: Krisenabsicherung und Inflationsschutz

Gold gilt seit Jahrzehnten als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Es korreliert kaum mit Aktienmärkten und bietet Inflationsschutz. Ein besonderer steuerlicher Vorteil: Kursgewinne auf physisches Gold sind nach einer Haltefrist von einem Jahr in Deutschland steuerfrei. Kein laufender Ertrag, aber wertvolle Diversifikationseigenschaft.

Anleihen: Zinserträge mit Zinsrisiko

Staatsanleihen hoher Bonität (z. B. deutsche Bundesanleihen) gelten als sicher und bieten im aktuellen Umfeld wieder attraktive Zinsen von 2–4 % jährlich. Allerdings verlieren Anleihen bei steigenden Zinsen an Wert. Für Ärzte, die auf regelmäßige Erträge angewiesen sind, können Anleihen als Gegengewicht zu Aktien sinnvoll sein.

Beimischung: Beide in Maßen

Finanzplanungsexperten empfehlen eine Beimischung von Gold (5–10 %) und Anleihen (10–20 %) in einem Aktien-Hauptportfolio. So werden Krisenabsicherung und laufende Erträge kombiniert, ohne das Renditepotenzial übermäßig zu begrenzen.

Wann ist welche Option besser?

Gold, als Krisenabsicherung und Inflationsschutz, besonders bei langer Haltefrist.

Anleihen, für regelmäßige Zinserträge und als Puffer gegen Aktienmarktvolatilität.

Fazit

Beide Anlageklassen ergänzen ein ETF-Hauptportfolio sinnvoll. Ärzteversichert empfiehlt, die Gewichtung individuell nach Risikobereitschaft und Anlagezielen festzulegen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

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