Praxisinhaber, die ihrem Team attraktive Zusatzleistungen bieten wollen, stehen vor der Wahl zwischen Gruppenversicherungslösungen und individuellen Einzelverträgen. Beide Ansätze haben unterschiedliche Kosten- und Verwaltungsprofile.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gruppenversicherungen bieten günstigere Konditionen durch kollektive Prämien und vereinfachte Gesundheitsprüfung.
  • Einzelverträge sind individueller, aber für den Praxisinhaber verwaltungsaufwendiger.
  • Betriebliche Gruppenversicherungen (z. B. bAV, Gruppenunfallversicherung) können als steuerlich begünstigte Mitarbeiterleistung eingesetzt werden.
  • Für das Employer Branding sind Gruppenversicherungen ein wichtiges Instrument.

Vergleichstabelle

KriteriumGruppenversicherungEinzelverträge
PrämieGünstiger (Kollektivrabatt)Standardprämie
GesundheitsprüfungVereinfachtVollständig
VerwaltungsaufwandGering (ein Vertrag)Hoch (mehrere Verträge)
IndividualisierungBegrenztHoch
Steuerlicher VorteilJa (bAV, §3 Nr. 62 EStG)Ja (individuell)
Eignung als BenefitSehr hochMittel

Detailvergleich

Gruppenversicherung: Einfach und kostengünstig

Eine Gruppenversicherung bündelt mehrere Mitarbeiter in einem Vertrag und erzielt dadurch Kollektivrabatte. Die Gesundheitsprüfung ist in der Regel stark vereinfacht oder entfällt für einzelne Mitarbeiter ganz. Für die Praxis bedeutet das: ein Ansprechpartner, eine Police, eine Abrechnung.

Einzelverträge: Individuelle Absicherung

Individuelle Verträge ermöglichen eine auf jeden Mitarbeiter zugeschnittene Absicherung. Das ist besonders bei unterschiedlichen Bedürfnissen (Junge vs. ältere MFAs, verschiedene Gesundheitszustände) sinnvoll. Allerdings steigt der Verwaltungsaufwand erheblich.

Betriebliche Altersvorsorge als Gruppenprodukt

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) kann als Gruppenversicherung strukturiert werden. Praxisinhaber nutzen dabei Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds. Der Beitrag des Arbeitgebers ist bis zur gesetzlichen Grenze steuerfrei (§3 Nr. 63 EStG).

Wann ist welche Option besser?

Gruppenversicherung, für Praxen mit mehreren Mitarbeitern, die einheitliche Benefits und minimalen Verwaltungsaufwand wünschen.

Einzelverträge, für sehr kleine Praxen mit wenigen Mitarbeitern oder spezifischen individuellen Anforderungen.

Fazit

Für die meisten Arztpraxen mit mehr als drei Mitarbeitern ist die Gruppenversicherung die effizientere Lösung. Ärzteversichert empfiehlt, betriebliche Vorsorge als Gruppenprodukt zu strukturieren. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

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