Dermatologen und HNO-Ärzte gehören zu den Fachgruppen mit besonders attraktivem IGeL-Potenzial. Beide bieten ästhetische und präventive Leistungen an, die Patienten gerne selbst zahlen. Ein systematischer Vergleich zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dermatologen profitieren von hohem IGeL-Potenzial in der ästhetischen Dermatologie und der präventiven Krebsvorsorge.
  • HNO-Ärzte bieten IGeL wie Hörgeräteanpassung, Schnarchen-Therapie und erweiterte Allergietests an.
  • Dermatologen erzielen in der Regel höhere IGeL-Umsätze pro Leistung (kosmetische Eingriffe).
  • HNO-Ärzte haben durch technische Diagnostik (Audiometrie, Allergietests) breites IGeL-Volumen.

Vergleichstabelle

KriteriumDermatologenHNO-Ärzte
Typische IGeLBotox, Laser, Muttermaler-CheckAudiogramm, Schlafapnoe-Diagnostik, Allergie-Komplex
Durchschnittlicher IGeL-Umsatz/FallCa. 100–1.000 € (ästhetisch)Ca. 30–200 €
PatientenakzeptanzHoch (ästhetische Motivation)Mittel bis hoch
Jährliche IGeL-FälleMittel bis hochHoch
AbrechnungskomplexitätMittelMittel
IGeL-GesamtpotenzialSehr hochHoch

Detailvergleich

IGeL in der Dermatologie

Dermatologen haben ein außerordentlich breites IGeL-Spektrum: von ästhetischen Leistungen (Botox, Filler, Laser, Mesotherapie) über erweiterte Hautkrebsvorsorge (Videodermatoskopie) bis zu kosmetischen Behandlungen. Gerade im ästhetischen Bereich sind Patienten sehr zahlungsbereit, was zu überdurchschnittlichen IGeL-Umsätzen führt.

IGeL beim HNO-Arzt

HNO-Ärzte bieten IGeL in der Schlafapnoe-Diagnostik, erweiterten Allergietests (Provokationstests), professioneller Ohrenpflege und Lärmschutzversorgung. Die Leistungen sind gut standardisierbar und können in der Praxis effizient durchgeführt werden. Die Einzelleistungserlöse sind meist geringer als in der ästhetischen Dermatologie, dafür aber das Volumen höher.

Positionierung und Kommunikation

Sowohl Dermatologen als auch HNO-Ärzte profitieren von einer klaren IGeL-Positionierung in der Praxis: Informationsmaterial, Wartezimmerpräsentation und professionelle Patientengespräche steigern die IGeL-Akzeptanz erheblich.

Wann ist welche Option besser?

Dermatologie, für sehr hohe IGeL-Erlöse pro Leistung im ästhetischen Bereich.

HNO, für hohes IGeL-Volumen durch technische Diagnostik und präventive Leistungen.

Fazit

Beide Fachgruppen haben hervorragendes IGeL-Potenzial. Ärzteversichert empfiehlt, ein strukturiertes IGeL-Konzept zu entwickeln und transparent umzusetzen. Weitere Artikel finden Sie in der Blog-Übersicht.

Quellen

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