Nicht alle Ärzte zahlen gleich viel für Krankentagegeld. Die Risikobewertung durch Versicherer unterscheidet sich je nach Fachgebiet erheblich. Chirurgen und Psychiater sind dabei zwei markante Beispiele mit gegensätzlichem Risikoprofil.

Kriterien im Überblick

Chirurgen: Körperlich anspruchsvoller Beruf, hohe psychische und physische Belastung, Infektionsrisiko, Rücken- und Schulterprobleme, hohe Bereitschaftsdienst-Dichte. Versicherer stufen sie als Risikogruppe ein, was höhere Beiträge für Krankentagegeld und BU bedeutet.

Psychiater: Psychisch fordernder Beruf durch ständige emotionale Belastung und schwierige Patientenpopulation. Körperlich weniger belastend als operative Fächer. Mittlere Risikoeinstufung, aber spezifische psychische Erkrankungsrisiken.

Direkter Vergleich

KriteriumChirurgPsychiater
Körperliches RisikoHochGering
Psychisches RisikoMittel bis hochHoch (Burnout, Sekundärtrauma)
Beitrag KrankentagegeldHöher (Risikogruppe)Mittleres Niveau
Karenzzeit-Empfehlung42 Tage (Entgeltersatz)14 bis 42 Tage
BU-RisikoeinstufungHoch (Op-Fähigkeit)Mittel

Psychiater haben ein erhöhtes Risiko für Burnout und psychische Erschöpfung. Manche Versicherer schließen psychische Erkrankungen bei Psychiatern aus oder schränken die Leistung ein. Das sollte bei der Vertragsgestaltung berücksichtigt werden.

Empfehlung für Ärzte

Chirurgen benötigen ein robustes Krankentagegeld mit kurzer Karenzzeit und hoher Tagessatzhöhe, kombiniert mit einer BU-Versicherung ohne abstrakte Verweisung. Psychiater sollten explizit auf den Einschluss psychischer Erkrankungen in ihren Verträgen achten, da dieser Bereich ihr hauptsächliches Ausfallrisiko darstellt.

Ärzteversichert kennt die fachspezifischen Risikoprofile und vermittelt passgenaue Krankentagegeld- und BU-Lösungen.

Weiterführende Quellen:

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