Die Entscheidung für oder gegen ein eigenes Praxislabor hat weitreichende Konsequenzen für Honorar, Qualitätssicherung und Praxisorganisation. Dieser Vergleich zeigt, welches Modell unter welchen Bedingungen wirtschaftlich und praktisch sinnvoll ist.

Kriterien im Überblick

Eigenlabor: Die Praxis verfügt über eigene Laborgeräte und führt Basisdiagnostik selbst durch (kleine Laborleistungen nach EBM). Direkte Honorareinnahmen durch EBM-Abrechnung, schnelle Ergebnisse beim Patienten.

Fremdlabor: Kooperation mit einem externen Labor (z.B. als Einzel- oder Gemeinschaftslabor). Keine Geräte- und Personalkosten, aber auch keine Laborhonorare. Ergebnisse verzögert (12 bis 24 Stunden).

Direkter Vergleich

KriteriumEigenlaborFremdlabor
Investitionskosten10.000 bis 50.000 €Keine
Laufende KostenPersonal, Wartung, ReagenzienEinsendungskosten
EBM-AbrechnungKleine Laborleistungen möglichKeine eigenen Laborziffern
Qualitätssicherung (RiliBÄK)Eigene PflichtBeim Labor
ErgebnisgeschwindigkeitSofort12 bis 48 Stunden

Die EBM-Laborleistungen (Abschnitt 32 EBM) bieten Honorarpotenzial für Praxen mit hohem Laborbedarf (Hausärzte, Internisten, Gynäkologen). Allerdings muss die Praxis die Richtlinien der Bundesärztekammer (RiliBÄK) zur Qualitätssicherung einhalten, was Schulungsaufwand bedeutet.

Empfehlung für Ärzte

Für Praxen mit hohem Patientenaufkommen und häufigen Basislaboruntersuchungen (Blutbild, Urinanalyse, Schnelltest) lohnt sich ein Eigenlabor wirtschaftlich. Kleinen oder spezialisierten Praxen mit wenig Laborbedarf empfiehlt sich ein Fremdlabor, um Investitions- und Betriebskosten zu vermeiden.

Ärzteversichert berät zu Praxisversicherungen, die auch Laborgeräte und Diagnostikausstattung abdecken.

Weiterführende Quellen:

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