Jeder Praxisinhaber braucht eine Liquiditätsreserve, die im Notfall schnell verfügbar ist. Die klassische Option ist Tagesgeld, modern ist der Geldmarktfonds. Welche Lösung bietet Ärzten das beste Verhältnis aus Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit?
Kriterien im Überblick
Tagesgeld: Täglich verfügbar, staatlich garantiert bis 100.000 Euro (Einlagensicherung). Zinssatz variabel, orientiert am EZB-Leitzins. Einfache Eröffnung, kein Depot nötig. Ertrag als Kapitalertrag steuerpflichtig.
Geldmarktfonds: Investiert in kurzlaufende Anleihen und Geldmarktpapiere. Tägliche Handelbarkeit, keine Einlagensicherung aber breite Risikostreuung. Rendite tendenziell leicht über Tagesgeld, aber nicht garantiert. Depot erforderlich.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Tagesgeld | Geldmarktfonds |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | Täglich | Täglich (T+1 bis T+2) |
| Sicherheit | Einlagensicherung bis 100.000 € | Keine staatliche Garantie |
| Rendite | EZB-Leitzins abhängig | Leicht über Tagesgeld |
| Kosten | Meist kostenlos | Fonds-TER ca. 0,1 bis 0,2% |
| Steuer | Kapitalertragsteuer | Kapitalertragsteuer |
Im Niedrigzinsumfeld bot Tagesgeld kaum Rendite. Bei höheren Leitzinsen (wie 2023/2024) gleichen sich beide Optionen an. Geldmarktfonds sind leicht renditestärker, unterliegen aber Fondskursrisiken (minimal, aber vorhanden).
Empfehlung für Ärzte
Für die Praxis-Liquiditätsreserve bis 100.000 Euro ist Tagesgeld mit staatlicher Einlagensicherung die sicherste Option. Für größere Beträge über 100.000 Euro (z.B. Steuern, Quartalsrücklagen) bieten Geldmarktfonds einen sinnvollen Kompromiss aus Sicherheit und Rendite.
Ärzteversichert berät Sie zu einem strukturierten Liquiditäts- und Anlagekonzept für Ihre Praxis.
Weiterführende Quellen:
- Deutsche Bundesbank: Einlagensicherung
- BaFin: Geldmarktfonds
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Vermögensmanagement
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