Neben dem klassischen Kauf und dem Leasing gibt es mit der Gerätemiete ein drittes Modell zur Beschaffung von Medizingeräten. Dieser vollständige Vergleich aller drei Optionen hilft Praxisinhabern, die richtige Wahl zu treffen.
Kriterien im Überblick
Kauf: Volle Eigentümerschaft, einmalige Investition, AfA-Abschreibung über Nutzungsdauer. Günstigste Gesamtkosten bei langer Nutzung und Eigenfinanzierung.
Leasing: Nutzungsüberlassung gegen Monatsrate. Rate sofort steuerlich abziehbar. Gerät nicht im Eigentum der Praxis. Laufzeit meist 3 bis 5 Jahre.
Miete: Kurzfristige Überlassung für spezifische Einsätze (z.B. Spezialgeräte für Aktionen oder Übergangszeit bei Defekt). Hohe Flexibilität, aber teuerste Option per Tag.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Kauf | Leasing | Miete |
|---|---|---|---|
| Eigentümerschaft | Praxis | Leasinggesellschaft | Vermieter |
| Liquiditätsbelastung | Hoch einmalig | Monatlich gering | Pro Tag/Woche |
| Steuerlicher Abzug | AfA | Sofort komplett | Sofort komplett |
| Flexibilität | Gering | Mittel | Sehr hoch |
| Gesamtkosten | Niedrig (langfristig) | Mittel | Hoch (kurzfristig) |
Miete ist wirtschaftlich nur bei sehr kurzen Bedarfszeiträumen sinnvoll. Für Standard-Praxisgeräte mit langer Nutzungsdauer ist der Kauf mit Bankfinanzierung langfristig günstiger als Leasing.
Empfehlung für Ärzte
Strategische Grundausstattung: Kauf. Technologisch schnell veraltende Geräte: Leasing. Speziallösungen für einzelne Aktionen oder Übergangszeiten: Miete. Ein Finanzplan zeigt, welches Modell für Ihr Praxisportfolio optimal ist.
Ärzteversichert berät zur passenden Absicherung aller drei Beschaffungsmodelle, von der Elektronikversicherung bis zur Betriebshaftpflicht.
Weiterführende Quellen:
- KfW: Investitionsförderung
- Bundesärztekammer: Praxisinvestitionen
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Praxisfinanzierung
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