Mutterschutz und Elternzeit sind für Ärztinnen in unterschiedlichen Beschäftigungsformen sehr verschieden geregelt. Während angestellte Ärztinnen auf ein verlässliches Netz aus Mutterschutzgesetz und Mutterschaftsgeld zurückgreifen können, sind selbstständige Niedergelassene auf eigene Vorsorge angewiesen.

Kriterien im Überblick

Angestellte Ärztin: Mutterschutzgesetz gilt vollständig. Beschäftigungsverbot 6 Wochen vor, 8 Wochen nach der Geburt. Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse (max. 13 Euro/Tag) plus Arbeitgeberzuschuss bis zur Nettogehaltshöhe.

Selbstständige Ärztin: Mutterschutzgesetz gilt nur eingeschränkt (keine Beschäftigungsverbote vom Arbeitgeber). Mutterschaftsgeld nur wenn freiwillig GKV-versichert und Krankengeldanspruch vereinbart. PKV-Versicherte ohne Krankengeld haben keinen gesetzlichen Anspruch.

Direkter Vergleich

KriteriumAngestellte ÄrztinSelbstständige Ärztin
EinkommensschutzMutterschaftsgeld + ArbeitgeberzuschussKeine gesetzliche Pflicht
Beschäftigungsverbot6+8 Wochen gesetzlichFreiwillige Entscheidung
PraxiskostenKein RisikoLaufen weiter
ElterngeldJa, auf GehaltsbasisJa, auf Gewinnbasis
SelbstverantwortungGeringHoch

Selbstständige Ärztinnen zahlen Praxismiete, Personal und Gerätekosten weiter, auch wenn sie nicht arbeiten. Ohne Absicherung durch Tagegeld oder Praxisausfallversicherung kann eine Schwangerschaft zur finanziellen Belastung werden.

Empfehlung für Ärzte

Selbstständige Ärztinnen sollten frühzeitig eine Praxisausfallversicherung und ein Krankentagegeld mit Karenz abschließen, das auch bei Mutterschutz und Elternzeit zahlt. Angestellte Ärztinnen sollten die Arbeitgeberzuschuss-Berechnung kennen und bei Bedarf ergänzende private Absicherungen prüfen.

Ärzteversichert kennt die besonderen Absicherungsbedürfnisse niedergelassener Ärztinnen rund um Schwangerschaft und Elternzeit.

Weiterführende Quellen:

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