Ärzte verbinden ihre berufliche Tätigkeit oft mit einem ausgeprägten Gesundheits- und Umweltbewusstsein. Konsequenterweise interessieren sich viele für nachhaltige Geldanlagen. Aber lohnt sich das auch finanziell?
Kriterien im Überblick
Nachhaltige Geldanlage (ESG): Berücksichtigt Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien bei der Investitionsentscheidung. Ausschluss bestimmter Branchen (Rüstung, Kohle, Tabak). Unterschiedliche ESG-Standards je nach Anbieter und Fonds.
Konventionelle Geldanlage: Ausschließlich rendite- und risikobasierte Entscheidung ohne ethische Filter. Größere Anlageuniversum, potenziell höhere Diversifikation über alle Branchen.
Direkter Vergleich
| Kriterium | ESG/Nachhaltig | Konventionell |
|---|---|---|
| Rendite (historisch) | Vergleichbar bis leicht niedriger | Marktrendite |
| Risikostreuung | Enger (Branchenausschlüsse) | Breiter |
| Kosten (TER bei Fonds) | Leicht höher (0,15 bis 0,5%) | Niedriger (0,05 bis 0,2%) |
| Greenwashing-Risiko | Vorhanden | Kein ESG-Risiko |
| Identifikationswert | Hoch | Neutral |
Studien zeigen, dass ESG-Fonds in den letzten Jahren vergleichbare oder sogar leicht überlegene Renditen erzielt haben. Allerdings ist die ESG-Outperformance nicht gesichert und kann sich über Marktphasen verändern.
Empfehlung für Ärzte
Ärzte, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, müssen keinen Rendite-Kompromiss eingehen, wenn sie auf kostengünstige, diversifizierte ESG-ETFs setzen (z.B. MSCI World ESG). Wichtig ist, die ESG-Klassifizierung (Artikel 8 oder 9 SFDR) zu verstehen und auf niedrige Kosten zu achten.
Ärzteversichert berät zu nachhaltigen Anlagekonzepten, die zu Ihrer finanziellen Planung und Werteorientierung passen.
Weiterführende Quellen:
- BaFin: Nachhaltige Geldanlage
- Deutsche Bundesbank: ESG-Investitionen
- GDV: Nachhaltige Lebensversicherungen
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