Die Entscheidung für ein Fachgebiet prägt nicht nur den Berufsalltag, sondern auch die finanzielle Seite der Niederlassung. Orthopädie und Innere Medizin stehen für zwei unterschiedliche Praxismodelle mit erheblichen Unterschieden in Investitionsbedarf und Ertragspotenzial.

Kriterien im Überblick

Orthopäde: Hoher Anteil an Privatleistungen (IGLeL, Stoßwellentherapie, Akupunktur), apparative Ausstattung (Röntgen, Ultraschall, MRT über Überweisung). Körperlich aktive Patientenpopulation, viele junge Patienten. Praxiswert oft höher durch guten Goodwill.

Internist/Allgemeininternist: Breites Krankheitsspektrum, höherer Anteil an chronisch kranken Patienten, viel apparative Diagnostik (Endoskopie, Ultraschall, EKG). Höhere Geräteinvestitionen bei gastroenterologischer Spezialisierung. Enger Kontakt zu Überweisern wichtig.

Direkter Vergleich

KriteriumOrthopädeInternist
Geräteinvestition (Gründung)80.000 bis 200.000 €100.000 bis 500.000 €
IGeL-PotenzialHochMittel
Praxiswert (Verkauf)200.000 bis 600.000 €150.000 bis 500.000 €
PrivatpatientenanteilMittel bis hochMittel
Körperliche BelastungMittelGering

Gastroenterologen als Subspezialisten der Inneren Medizin haben höhere Investitions- und Betriebskosten durch Endoskopiebetrieb, dafür aber auch höheres Einkommenspotenzial.

Empfehlung für Ärzte

Orthoäden mit sportmedizinischem Schwerpunkt profitieren von einer gut zahlenden Privatpatienten-Klientel und vielfältigen IGeL-Möglichkeiten. Internisten in der Allgemeinen oder spezialisierten Inneren Medizin bauen auf einem breiten Patientenstamm auf. In beiden Fällen ist die Praxisfinanzierung sorgfältig zu planen.

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Weiterführende Quellen:

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