Die Digitalisierung in Arztpraxen stellt Praxisinhaber vor die Wahl: klassische On-Premise-IT mit eigenem Server oder moderne Cloud-Lösungen. Beide Optionen haben Stärken und Schwächen, besonders unter DSGVO-Gesichtspunkten.
Kriterien im Überblick
On-Premise: Server und Daten liegen in der Praxis. Volle Kontrolle über Daten. Hohe Anfangsinvestition, laufende Wartungskosten. Backup und Sicherheit liegen beim Praxisinhaber.
Cloud-Lösung: Daten auf externen Servern des Anbieters. Niedrigere Anfangsinvestition, monatliche Kosten. Automatische Updates und Backups. DSGVO-konformer Betrieb durch Anbieter sicherstellen.
Direkter Vergleich
| Kriterium | On-Premise | Cloud |
|---|---|---|
| Anfangsinvestition | 5.000 bis 20.000 € | Niedrig |
| Laufende Kosten | Wartung + IT-Support | Monatliches Abo |
| Datenkontrolle | Vollständig | Beim Anbieter |
| DSGVO-Verantwortung | Praxis trägt sie | Auftragsverarbeitung |
| TI-Anbindung | Möglich | Möglich |
DSGVO erfordert bei Cloud-Lösungen einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter. Nicht alle Cloud-Anbieter erfüllen die strengen deutschen Anforderungen an Gesundheitsdaten.
Empfehlung für Ärzte
Kleine und mittlere Praxen profitieren von Cloud-Lösungen durch geringere Anfangsinvestition und weniger IT-Aufwand. Praxen mit hohen Datenschutzanforderungen oder spezifischen Spezialsoftware-Anforderungen können weiterhin On-Premise bevorzugen. In jedem Fall ist eine Cyber-Versicherung empfehlenswert.
Ärzteversichert berät zu Cyber-Versicherungen und Datenschutzhaftpflicht für Arztpraxen.
Weiterführende Quellen:
- BfDI: DSGVO in Arztpraxen
- KBV: Digitalisierung und IT-Sicherheit
- Bundesärztekammer: Datenschutz in der Arztpraxis
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