Die Frage, ob eine Praxisimmobilie neu gebaut oder als Bestandsgebäude erworben werden soll, hat erhebliche finanzielle und praktische Konsequenzen für Praxisinhaber.
Kriterien im Überblick
Neubau: Maßgeschneiderte Gestaltung nach eigenen Anforderungen (Barrierefreiheit, Raumplanung). Höhere Gesamtkosten, längere Planungs- und Bauzeit. Moderne Energieeffizienz, niedrige Betriebskosten. Höhere AfA-Möglichkeiten in den ersten Jahren.
Bestandsimmobilie: Sofort nutzbar, oft günstigere Einstiegskosten. Mögliche Renovierungs- und Sanierungskosten. Lage meist etablierter (bestehender Patientenstamm in der Nähe). AfA über restliche Nutzungsdauer.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Neubau | Bestandsimmobilie |
|---|---|---|
| Kosten | Hoch (1.500 bis 4.000 €/m²) | Variabel (Lage abhängig) |
| Fertigstellung | 18 bis 36 Monate | Sofort |
| Gestaltungsfreiheit | Sehr hoch | Eingeschränkt |
| Energieeffizienz | Sehr hoch | Oft Sanierungsbedarf |
| Steuerliche AfA | 3% jährlich (Gewerbebau) | Gleich |
Altlasten und versteckte Mängel bei Bestandsimmobilien erfordern eine sorgfältige Due-Diligence-Prüfung vor dem Kauf.
Empfehlung für Ärzte
Bei vorhandener Liquidität und Zeit ist ein Neubau die komfortablere Option für eine langfristige Praxisheimat. Wer schnell starten möchte oder günstigere Einstiegskosten benötigt, ist mit einer gut gepflegten Bestandsimmobilie gut bedient.
Ärzteversichert berät zur Praxisimmobilien-Absicherung, von der Gebäudeversicherung bis zur Betriebsunterbrechungsversicherung.
Weiterführende Quellen:
- KfW: Förderung Gewerbeimmobilien
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Praxisimmobilien
- Bundesärztekammer: Praxisgründung und Immobilien
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