Die Gründungsentscheidung für eine Arztpraxis hängt wesentlich vom Fachgebiet ab. Allgemeinmedizin und Facharztpraxen unterscheiden sich in Investitionsbedarf, Zulassungsverfahren und langfristigem Ertragspotenzial.
Kriterien im Überblick
Allgemeinmedizin: Hausärztliche Grundversorgung, breites Patientenspektrum. Günstigerer Einstieg (weniger Spezialgeräte). Hausarztverträge und Förderprogramme verfügbar. In vielen Regionen dringend gesucht.
Facharztpraxis: Spezialisierte Versorgung, höherer Geräte- und Raumbedarf. Höheres Einkommenspotenzial durch spezialisierte Leistungen und IGeL. Mehr Überweisungen als Eigeninitiative.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Allgemeinmedizin | Facharztpraxis |
|---|---|---|
| Gründungsinvestition | 80.000 bis 200.000 € | 150.000 bis 500.000 € |
| KV-Förderung | Hausarztprogramme | Seltener |
| Patientenfrequenz | Hoch (Breite) | Mittel (Spezial) |
| IGeL-Potenzial | Mittel | Hoch |
| Überweisungsabhängigkeit | Gering | Hoch |
Allgemeinmedizinpraxen profitieren von Förderprogrammen in unterversorgten Gebieten, die Gründungskosten bis zu 60.000 Euro subventionieren können.
Empfehlung für Ärzte
Die Wahl des Praxismodells sollte zum Fachgebiet, zur Lebensplanung und zur Versorgungssituation in der Zielregion passen. Allgemeinmediziner profitieren von staatlicher Förderung und stabiler Patientennachfrage.
Ärzteversichert begleitet Sie bei der Absicherung beider Praxismodelle von der Gründung bis zur Übergabe.
Weiterführende Quellen:
- KBV: Praxisgründung und Bedarfsplanung
- Bundesärztekammer: Niederlassung
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank: Praxisgründung
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