Arztpraxen stehen vor der Entscheidung, welches Qualifikationsprofil ihrer Praxismitarbeiter am besten zu ihrem Versorgungskonzept passt. MFA, VERAH und NäPa sind drei wichtige Profile mit unterschiedlichen Kompetenzen.

Kriterien im Überblick

MFA (Medizinische Fachangestellte): Standard-Ausbildungsberuf, drei Jahre. Administrative und assistierende Tätigkeiten, Blutentnahme, EKG, Laborarbeit. Breit einsetzbar, hohe Verfügbarkeit am Arbeitsmarkt.

VERAH (VErsorgungs-AssistentIn in der HAusarztpraxis): Zusatzqualifikation für MFAs in der Hausarztversorgung. Eigenständige Hausbesuche, Wundversorgung, Chronikermanagement. Besonders in unterversorgten Gebieten wichtig.

NäPa (Nichtärztliche Praxisassistentin): Gesetzlich geregelte Delegationsmöglichkeit für bestimmte Leistungen, ähnlich VERAH. Eigenständige Hausbesuche nach Delegation. Abrechnungsmöglichkeit über KV (GOP 03060/04060).

Direkter Vergleich

KriteriumMFAVERAHNäPa
Ausbildungsdauer3 JahreZusatzqualifikationZusatzqualifikation
AufgabenumfangAssistenzEigenständig (Haus)Eigenständig (Haus)
KV-AbrechenbarIndirektJa (Hausarzt)Ja (Hausarzt)
VerfügbarkeitHochMittelMittel
LohnkostenNiedrigerHöherHöher

VERAHs und NäPas ermöglichen die Abrechnung spezifischer EBM-Leistungen, was die Personalkosten teilweise kompensiert.

Empfehlung für Ärzte

Hausärzte in strukturschwachen Gebieten sollten gezielt VERAH oder NäPa ausbilden oder einstellen, um das Versorgungsnetz zu stärken und gleichzeitig abrechnungsfähige Leistungen zu delegieren. Für Fachpraxen mit wenig Hausbesuchsbedarf ist die klassische MFA-Besetzung ausreichend.

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Weiterführende Quellen:

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