Der Praxiswert von Radiologen und Kinderärzten liegt am entgegengesetzten Spektrum der Facharztbewertungen. Die Gründe dafür liegen in Geräteinvestition, Abrechnungsstruktur und Patientenpopulation.
Kriterien im Überblick
Radiologiepraxis: Extrem hoher Geräteeinsatz (MRT: 1 bis 3 Mio. Euro, CT, Röntgen). Ausschließlich Kassenleistungen und Privatpatienten, hohe Honorareinnahmen pro Fall. Praxiswert stark von Gerätezustand und Honorarvolumen abhängig.
Kinderarztpraxis: Niedriger Gerätebedarf, hohe Patientenzahlen. Überwiegend Kassenleistungen, geringes IGeL-Potenzial. Niedriger Goodwill durch niedrigen Praxisgewinn trotz hoher Fallzahl. Kaum Privatpatienten.
Direkter Vergleich
| Kriterium | Radiologiepraxis | Kinderarztpraxis |
|---|---|---|
| Praxiswert | 500.000 bis 2 Mio. € | 100.000 bis 300.000 € |
| Geräteinvestition | 1 bis 5 Mio. € | 50.000 bis 150.000 € |
| Jahresumsatz | 1 bis 3 Mio. € | 300.000 bis 600.000 € |
| IGeL-Potenzial | Mittel (IGEL-Usos) | Gering |
| Nachfrageeintrag Nachfolger | Mittel | Hoch |
Der Nachfolgermarkt für Kinderarztpraxen ist trotz niedrigerem Praxiswert relativ gut, da viele Regionen unter Kinderarztmangel leiden.
Empfehlung für Ärzte
Radiologen sollten frühzeitig die Nachfolge planen und dabei auch Gemeinschaftslösungen oder MVZ-Strukturen prüfen, da die hohen Gerätewerte oft eine Gruppe stärker trägt als eine Einzelperson. Kinderärzte profitieren von staatlichen Förderprogrammen bei der Praxisabgabe.
Ärzteversichert begleitet die Praxisabgabe und deckt die spezifischen Absicherungsbedürfnisse beider Fachgruppen ab.
Weiterführende Quellen:
- KBV: Praxisbörse Fachärzte
- Bundesärztekammer: Fachspezifische Niederlassung
- Deutsche Apotheker- und Ärztebank
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