Das ärztliche Versorgungswerk ist die Pflichtvorsorge für Ärzte und stellt im Alter eine monatliche Rente bereit. Doch reicht das aus? Viele Ärzte, die ihr Einkommensniveau im Alter halten wollen, stellen fest, dass das Versorgungswerk allein eine Versorgungslücke hinterlässt. Hier kommt private Altersvorsorge ins Spiel.

Kriterien im Überblick

Das Versorgungswerk sichert im Durchschnitt eine monatliche Rente von 2.500 bis 4.000 Euro ab (je nach Beitragsjahren, Höhe und Versorgungswerk). Wer als Arzt ein Nettoeinkommen von 8.000 bis 12.000 Euro gewohnt ist, hat bei alleiniger Versorgungswerksrente eine erhebliche Lücke.

Private Altersvorsorge umfasst verschiedene Optionen: Rürup-Rente (Basisrente), ETF-Depot, betriebliche Altersvorsorge bei angestellten Ärzten und Immobilien.

Direkter Vergleich

VorsorgeformSteuerlicher VorteilFlexibilitätRenditeFür Ärzte geeignet
VersorgungswerkSonderausgabenabzugKeine Kündigung3 bis 5 %Pflicht
Rürup-RenteHoch (bis 27.566 Euro/Jahr absetzbar)GeringAbhängig vom ProduktGut geeignet
ETF-DepotGering (Kapitalertragsteuer)Sehr hochHistorisch 7 % p.a.Sehr geeignet
Betriebliche AVMittelMittelProduktabhängigAngestellte Ärzte
ImmobilienMittel (Abschreibungen)Gering3 bis 5 % (netto)Geeignet ab höherem Kapital

Die Rürup-Rente ist für selbstständige Ärzte besonders attraktiv, weil Beiträge als Sonderausgaben steuerlich absetzbar sind. 2026 sind bis zu 27.566 Euro (Singles) pro Jahr abzugsfähig. Das reduziert die Steuerlast erheblich und senkt die effektiven Vorsorgekosten.

Das ETF-Depot bietet die höchste Flexibilität und historisch attraktive Renditen, ist aber nicht steueroptimiert. Es eignet sich ideal als Ergänzung zur steuerlich geförderten Vorsorge.

Empfehlung für Ärzte

Ärzte sollten das Versorgungswerk als Basis betrachten und durch mindestens eine weitere Vorsorgesäule ergänzen. Für Selbstständige bietet sich die Rürup-Rente wegen des Steuervorteils an. Ergänzend empfiehlt sich ein ETF-Depot für maximale Flexibilität.

Ärzteversichert hilft bei der Analyse der individuellen Versorgungslücke und der Auswahl geeigneter Ergänzungsprodukte.

Fazit: Das Versorgungswerk ist die Basis, reicht aber für die meisten Ärzte nicht aus. Rürup und ETF-Depot sind die sinnvollsten Ergänzungen je nach Steuersituation und Flexibilitätsbedarf.


Quellen:

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