Eine Risikolebensversicherung gehört für Ärzte mit Familie oder finanziellen Verpflichtungen zu den wichtigsten Absicherungen. Im Todesfall stellt sie sicher, dass Angehörige nicht in finanzielle Not geraten.
Grundlagen
Eine Risikolebensversicherung zahlt eine festgelegte Todesfallsumme, wenn der Versicherte während der Vertragslaufzeit verstirbt. Sie hat keinen Sparanteil und ist dadurch vergleichsweise günstig.
Wann ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?
- Bei Familien mit finanziell abhängigen Kindern
- Bei laufenden Immobilienkrediten
- Bei geschäftlichen Verbindlichkeiten (Praxiskredit, BAG-Gesellschaftsanteil)
- Wenn der Partner nicht oder teilweise erwerbstätig ist
Für Ärzte besonders relevant: Das Versorgungswerk bietet zwar eine Hinterbliebenenrente, diese ist aber meist nicht ausreichend, um den Lebensstandard zu erhalten.
Varianten:
- Konstante Todesfallsumme: Gleicher Betrag über die gesamte Laufzeit.
- Fallende Todesfallsumme: Sinkt jährlich, z.B. entsprechend einer Kreditschuld.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen
Schritt 1: Versicherungssumme berechnen
Als Faustregel gilt das 5- bis 10-fache des Jahresnettoeinkommens. Berücksichtigen Sie zusätzlich: laufende Kredite, Kosten für Kinderbetreuung und Ausbildung, Lebenshaltungskosten der Familie für 10 bis 15 Jahre.
Schritt 2: Laufzeit festlegen
Die Laufzeit sollte mindestens bis zum Ende der finanziellen Abhängigkeit der Kinder und bis zur vollständigen Kredittilgung reichen.
Schritt 3: Frühzeitig abschließen
Risikolebensversicherungen werden mit dem Alter und bei Vorerkrankungen deutlich teurer. Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger sind die Prämien.
Schritt 4: Gesundheitsfragen sorgfältig beantworten
Die Gesundheitsfragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei komplexer Krankengeschichte empfiehlt sich eine anonyme Voranfrage.
Schritt 5: Begünstigtenregelung festlegen
Legen Sie klar fest, wer die Todesfallsumme erhalten soll. Stimmen Sie das mit Ihrem Testament ab.
Schritt 6: Regelmäßige Überprüfung
Passen Sie die Versicherungssumme nach wesentlichen Lebensveränderungen (Immobilienkauf, weiteres Kind) an.
Häufige Fehler vermeiden
Versicherungssumme zu niedrig: Eine zu geringe Summe schützt die Familie nicht ausreichend. Berechnen Sie den tatsächlichen Bedarf.
Begünstigte nicht aktuell: Nach Trennung oder Scheidung kann ein alter Begünstigter noch eingetragen sein. Prüfen Sie das regelmäßig.
Laufzeit zu kurz: Wenn Kinder noch jung sind und ein langer Kredit läuft, muss die Laufzeit das abdecken.
Prämie statt Konditionen verglichen: Ein günstiger Tarif mit schlechten Bedingungen kann im Leistungsfall zu Problemen führen.
Fazit
Die Risikolebensversicherung ist kostengünstig und unverzichtbar für Ärzte mit Familie. Schließen Sie sie früh ab und passen Sie sie an veränderte Lebensumstände an. Ärzteversichert vergleicht die besten Tarife für Ihre Situation.
Quellen:
- GDV: Risikolebensversicherung
- Bundesärztekammer: Absicherung für Familien
- Verbraucherzentrale: Risikolebensversicherung
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